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Kleine Firma versorgt immer mehr Sportler mit neuen Trikots

In Weißwasser-Süd werden bald bis zu 15 000 Trikots jedes Jahr für Sportvereine hergestellt. Jetzt gibt ein Großauftrag neuen Mut.

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Von Gunnar Schulze

Die Telefone von Mirko Krautz stehen kaum still. Verein, Lieferanten und Geschäftsleute rufen an – Made in Weißwasser ist bei Aufdrucken gefragt in der Hermannstraße. Vor knapp zwei Wochen flatterte der erste große Auftrag für die eigene Produktion ins Haus. Bis zum Ende des Monats wird für das Weißwasseraner Unternehmen „Design for you“ eine Produktionslinie für Eishockeytrikots und -ausrüstung entstehen. Ein fünfstelliger Betrag wird investiert, und es entstehen neue Arbeitsplätze in der Stadt.

„Bereits im vergangenen Jahr haben wir nach Anschaffung der erforderlichen Technik die ersten Trikotsätze in Weißwasser hergestellt. Ob Weihnachtstrikot der Lausitzer Füchse oder Leibchen des ELV Niesky, unterm Strich stimmten Qualität und Flexibilität bei der Lieferung. Das sprach sich zu unserem Vorteil auch schnell bei großen Anbietern herum, mit denen wir ins Gespräch für neue Aufträge kamen“, erzählt Mirko Krautz.

Schnell wurde die neue Technik komplettiert, und nun wird getüftelt, um sie auszunutzen. Parallel dazu wird im Gewerbegebiet Süd gerade kräftig die Maurerkelle geschwungen und rangeklotzt, um die neue Produktionsstätte mit über 100 Quadratmetern Produktionsfläche und drei Fachbereichen in den kommenden zwei Wochen fertigzustellen. Dann erfolgt der scharfe Start in Weißwasser, zu dem drei Mannschaftstrikotsätze je Produktionstag entstehen werden. Teams der DEL und der 2. Eishockeybundesliga bis hin zum Freizeitverein werden dann vom Weißwasseraner Unternehmen versorgt. „Gerade jetzt ist Hochkonjunktur, und alle haben es eilig, da ja die Mannschaften mit Saisonbeginn auch in ihren neuen Sachen auflaufen wollen. Da müssen wir richtig ranklotzen, um alles termingerecht zu schaffen“, erzählt der 41-Jährige.

Das Beschaffen von Arbeitskräften stand auf der Prioritätenliste des Unternehmers ganz oben. Mirko Krautz ist allerdings von der Arbeitsmarktsituation in der Region enttäuscht. Es sei sehr schwer, fachlich kompetente Arbeitnehmer zu finden, so sein Fazit.