merken
PLUS

Kletterer und Falschfahrer im Visier

Die Überwachungs- und Blitztechnik ist am Waldschlößchen im Dauereinsatz - und hat schon Überraschendes entdeckt. Von Kletterkünstlern über Fotopannen bis hin zu Falschabbiegern war alles dabei.

© Marco Klinger

Peter Hilbert

Gesine Adam fährt jetzt immer besonders aufmerksam über die Waldschlößchenbrücke. Und das aus gutem Grund. Denn die 26-jährige Striesenerin ist bereits vom Hightech-Blitzer überrascht worden. Und hat kürzlich die Quittung dafür bekommen. 25 Euro darf die junge Frau zahlen, weil sie statt der bis Ende Oktober gegen 20 Uhr zulässigen 30 mit 44 Stundenkilometern geblitzt wurde.

Anzeige
Bauherrentage in der Musterhausausstellung UNGER-Park
Bauherrentage in der Musterhausausstellung UNGER-Park

Am 18. und 19. September finden die „Bauherren-Tage“ statt. Freuen Sie sich auf Vorträge, Informationsrunden und Aktionen rund um nachhaltiges Bauen.

Dieses Erinnerungsfoto erhielt die Striesenerin Gesine Adam, da sie 14 km/h zu schnell fuhr.
Dieses Erinnerungsfoto erhielt die Striesenerin Gesine Adam, da sie 14 km/h zu schnell fuhr. © privat

Die Chronik des Brückenbaus am Waldschlößchen

Vor dem Bau  Blick auf die Albertbrücke in Dresden. Die Waldschlößchenbrücke soll sie und die drei anderen Brücken in der Innenstadt sowie das Blaue Wunder entlasten.
Vor dem Bau Blick auf die Albertbrücke in Dresden. Die Waldschlößchenbrücke soll sie und die drei anderen Brücken in der Innenstadt sowie das Blaue Wunder entlasten.
Erster Spatenstich am 29. November 2000   Kajo Schommer (CDU, rechts) schwingt die Schaufel, während der damalige Oberbürgermeister Herbert Wagner (links) am Kollwitz-Ufer zuschaut.
Erster Spatenstich am 29. November 2000 Kajo Schommer (CDU, rechts) schwingt die Schaufel, während der damalige Oberbürgermeister Herbert Wagner (links) am Kollwitz-Ufer zuschaut.
Erster Spatenstich am 29. November 2000  Damals ging man noch davon aus, dass Ende 2004 der Verkehr zwischen Johannstadt und Waldschlößchen rollen sollte.
Erster Spatenstich am 29. November 2000 Damals ging man noch davon aus, dass Ende 2004 der Verkehr zwischen Johannstadt und Waldschlößchen rollen sollte.
Bürgerentscheid 2005  Plakate von Parteien und Bürgerinitiativen hingen im Vorfeld des Bürgerentscheides über den Brueckenbau in der Dresdner Innenstadt. Nach dem Bürgerentscheid wurde die Brücke inmitten des UNESCO-Welterbes Kulturlandschaft Dresdner Elbtal deutschlandweit bekannt.
Bürgerentscheid 2005 Plakate von Parteien und Bürgerinitiativen hingen im Vorfeld des Bürgerentscheides über den Brueckenbau in der Dresdner Innenstadt. Nach dem Bürgerentscheid wurde die Brücke inmitten des UNESCO-Welterbes Kulturlandschaft Dresdner Elbtal deutschlandweit bekannt.
Bürgerentscheid 2005  An der Pillnitzer Landstraße wurde 2005 eine Tafel aufgehangen, die das Dresdner Elbtal als Unesco-Welterbe ausweist.
Bürgerentscheid 2005 An der Pillnitzer Landstraße wurde 2005 eine Tafel aufgehangen, die das Dresdner Elbtal als Unesco-Welterbe ausweist.
Baubeginn 2007  Der zunächst für den 13. August 2007 vorgesehene Baubeginn verzögerte sich bis zum 19. November 2007 durch einen vom Verwaltungsgericht Dresden aus Naturschutzgründen verhängten Baustopp, der jedoch vom Oberverwaltungsgericht wieder aufgehoben wurde. Los ging es mit archäologischen Ausgrabungen bauf der Altstädter Seite.
Baubeginn 2007 Der zunächst für den 13. August 2007 vorgesehene Baubeginn verzögerte sich bis zum 19. November 2007 durch einen vom Verwaltungsgericht Dresden aus Naturschutzgründen verhängten Baustopp, der jedoch vom Oberverwaltungsgericht wieder aufgehoben wurde. Los ging es mit archäologischen Ausgrabungen bauf der Altstädter Seite.
Bauarbeiten 2008  Die Baustelle am 1. Februar 2008.
Bauarbeiten 2008 Die Baustelle am 1. Februar 2008.
Baum-Protest im Januar 2008  Am 15. Januar 2008 wurde unter großem Medieninteresse eine 280-jährige Rotbuche an der Ecke Bautzner Straße/Angelikastraße gefällt, die noch von dem durch Marcolini dort angelegten Englischen Park stammte. Der Baum war seit dem 12. Dezember 2007 von Aktivisten der Umweltschutzorganisation Robin Wood besetzt.
Baum-Protest im Januar 2008 Am 15. Januar 2008 wurde unter großem Medieninteresse eine 280-jährige Rotbuche an der Ecke Bautzner Straße/Angelikastraße gefällt, die noch von dem durch Marcolini dort angelegten Englischen Park stammte. Der Baum war seit dem 12. Dezember 2007 von Aktivisten der Umweltschutzorganisation Robin Wood besetzt.
Baum-Protest im Januar 2008  Durch die Baumbesetzung und die Präsenz Dresdner Bürger war die geplante Fällung am 10. Januar zunächst verhindert worden.
Baum-Protest im Januar 2008 Durch die Baumbesetzung und die Präsenz Dresdner Bürger war die geplante Fällung am 10. Januar zunächst verhindert worden.
Baum-Protest im Januar 2008  Am 15. Januar wurde die besetzte Rotbuche von der Polizei geräumt. Die Landeshauptstadt Dresden hatte zuvor die Baumbesetzer zum Verlassen des Baumes aufgefordert. Der Aufforderung waren die Besetzer allerdings nicht gefolgt. Das Spezialeinsatzkommando des Landeskriminalamtes Sachsen (SEK) und die sächsische Bereitschaftspolizei unterstützten die Polizeidirektion Dresden bei der radikalen Räumung der Rotbuche.
Baum-Protest im Januar 2008 Am 15. Januar wurde die besetzte Rotbuche von der Polizei geräumt. Die Landeshauptstadt Dresden hatte zuvor die Baumbesetzer zum Verlassen des Baumes aufgefordert. Der Aufforderung waren die Besetzer allerdings nicht gefolgt. Das Spezialeinsatzkommando des Landeskriminalamtes Sachsen (SEK) und die sächsische Bereitschaftspolizei unterstützten die Polizeidirektion Dresden bei der radikalen Räumung der Rotbuche.
Baum-Protest im Januar 2008  Anschließend begannen die Fällarbeiten. Die Arbeiten wurden unter Polizeischutz ausgeführt. Etwa 100 Demonstranten protestieren mit Pfiffen und Buh-Rufen gegen die Fällung alten Baumes. Die umliegenden Straßen wurden weiträumig gesperrt.
Baum-Protest im Januar 2008 Anschließend begannen die Fällarbeiten. Die Arbeiten wurden unter Polizeischutz ausgeführt. Etwa 100 Demonstranten protestieren mit Pfiffen und Buh-Rufen gegen die Fällung alten Baumes. Die umliegenden Straßen wurden weiträumig gesperrt.
Baum-Protest im Januar 2008  Die Rotbuche wurde zum Symbol für den friedlichen Protest vieler Dresdner gegen die nach ihrer Ansicht überdimensionierte Planung der Elbquerung.
Baum-Protest im Januar 2008 Die Rotbuche wurde zum Symbol für den friedlichen Protest vieler Dresdner gegen die nach ihrer Ansicht überdimensionierte Planung der Elbquerung.
Baum-Protest im Januar 2008  Einen Tag nach der Fällung erinnern nur noch ein schlichtes Holzkreuz und Späne an die Rotbuche.
Baum-Protest im Januar 2008 Einen Tag nach der Fällung erinnern nur noch ein schlichtes Holzkreuz und Späne an die Rotbuche.
Bauarbeiten 2008  Die Bauarbeiten an der Waldschlößchenbrücke gehen indes weiter.
Bauarbeiten 2008 Die Bauarbeiten an der Waldschlößchenbrücke gehen indes weiter.
Bauarbeiten 2008  Jaroslav Kilian (l.) von der Denkmalschutzbehoerde ICOMOS und Giovanni Boccardi vom UNESCO Weltkulturerbezentrum besuchen am 4. Februar die Baustelle.
Bauarbeiten 2008 Jaroslav Kilian (l.) von der Denkmalschutzbehoerde ICOMOS und Giovanni Boccardi vom UNESCO Weltkulturerbezentrum besuchen am 4. Februar die Baustelle.
Erneuter Protest im April 2008  Am 17. April 2008 besetzten fünf Robin-Wood-Mitglieder einen Kran auf der Baustelle des Brückenwiderlagers auf Neustädter Seite und behinderten damit einige Stunden lang die Bauarbeiten.
Erneuter Protest im April 2008 Am 17. April 2008 besetzten fünf Robin-Wood-Mitglieder einen Kran auf der Baustelle des Brückenwiderlagers auf Neustädter Seite und behinderten damit einige Stunden lang die Bauarbeiten.
Erneuter Protest im April 2008  Die Umweltaktivisten hingen ein Banner mit der Aufschrift "Politik fuer Menschen statt fuer Autos, Brücke Stoppen" auf.
Erneuter Protest im April 2008 Die Umweltaktivisten hingen ein Banner mit der Aufschrift "Politik fuer Menschen statt fuer Autos, Brücke Stoppen" auf.
Bauarbeiten 2008  2008 wurden bereits mehr als zwei Millionen Euro für die Waldschlößchenbrücke verbaut, dazu kommen rund 35 Millionen Euro für Planung und Sanierung der Stauffenbergallee. Die prognostizierten Gesamtkosten betrugen 157 Millionen Euro. Kurz vor der Eröffnung der Brücke wurden diese Kosten im Juni 2013 mit knapp 182 Millionen angegeben.
Bauarbeiten 2008 2008 wurden bereits mehr als zwei Millionen Euro für die Waldschlößchenbrücke verbaut, dazu kommen rund 35 Millionen Euro für Planung und Sanierung der Stauffenbergallee. Die prognostizierten Gesamtkosten betrugen 157 Millionen Euro. Kurz vor der Eröffnung der Brücke wurden diese Kosten im Juni 2013 mit knapp 182 Millionen angegeben.
Aberkennung Weltkulturerbe im Juni 2009  Im Juni 2009 hat die UNESCO dem Dresdner Elbtal wegen des Baus der Waldschlößchenbrücke den Titel “UNESCO-Welterbe” aberkannt.
Aberkennung Weltkulturerbe im Juni 2009 Im Juni 2009 hat die UNESCO dem Dresdner Elbtal wegen des Baus der Waldschlößchenbrücke den Titel “UNESCO-Welterbe” aberkannt.
Aberkennung Weltkulturerbe im Juni 2009  So sah die Baustelle zum Zeitpunkt der Aberkennung aus.
Aberkennung Weltkulturerbe im Juni 2009 So sah die Baustelle zum Zeitpunkt der Aberkennung aus.
Bauarbeiten 2010  Auf diesen Stahlbetonpfählen wurde eine Art Gleistrasse verlegt, damit das Mittelteil der Waldschlößchenbrücke verlegt werden konnte.
Bauarbeiten 2010 Auf diesen Stahlbetonpfählen wurde eine Art Gleistrasse verlegt, damit das Mittelteil der Waldschlößchenbrücke verlegt werden konnte.
Bauarbeiten 2010  Im Oktober 2010 stand die 148 Meter lange Stahlkonstruktion des Brückenbogens bereit.
Bauarbeiten 2010 Im Oktober 2010 stand die 148 Meter lange Stahlkonstruktion des Brückenbogens bereit.
Bauarbeiten 2010  Im Dezember 2010 erfolgte das Einschwimmen des Brückenbogens, was auch als optisches Richtfest des Bauwerks galt.
Bauarbeiten 2010 Im Dezember 2010 erfolgte das Einschwimmen des Brückenbogens, was auch als optisches Richtfest des Bauwerks galt.
Bauarbeiten 2010  Die vormontierte Brückenkonstruktion wurde auf Pontons schwimmend mit Hilfe von Schwimmkränen in ihre endgültige Lage gebracht.
Bauarbeiten 2010 Die vormontierte Brückenkonstruktion wurde auf Pontons schwimmend mit Hilfe von Schwimmkränen in ihre endgültige Lage gebracht.
Bauarbeiten 2010  Insgesamt dauerte das Einschwimmen 17 Tage - vom 3.–19. Dezember 2010.
Bauarbeiten 2010 Insgesamt dauerte das Einschwimmen 17 Tage - vom 3.–19. Dezember 2010.
Bauarbeiten 2010  Hunderte Schaulustige beobachteten das Ereignis. Kurz darauf konnten die Dampfer der Sächsischen Dampfschiffahrt zur Jungfernfahrt unter der Brücke starten.
Bauarbeiten 2010 Hunderte Schaulustige beobachteten das Ereignis. Kurz darauf konnten die Dampfer der Sächsischen Dampfschiffahrt zur Jungfernfahrt unter der Brücke starten.
2012  2012 laufen die Arbeiten planmäßig. Man nahm an, dass noch Ende 2012  Autos über die Waldschlößchenbrücke rollen sollten.
2012 2012 laufen die Arbeiten planmäßig. Man nahm an, dass noch Ende 2012 Autos über die Waldschlößchenbrücke rollen sollten.
2012  Nach längerer Diskussion zwischen Sommer 2011 und 20. Januar 2012 entschied sich der Dresdener Stadtrat dafür den bisher schon inoffiziell verwendeten Namen Waldschlößchenbrücke als offizielle Bezeichnung der Brücke zu nehmen.
2012 Nach längerer Diskussion zwischen Sommer 2011 und 20. Januar 2012 entschied sich der Dresdener Stadtrat dafür den bisher schon inoffiziell verwendeten Namen Waldschlößchenbrücke als offizielle Bezeichnung der Brücke zu nehmen.
2012  Der mittlere Teil der Brücke wird durch zwei Stahlbögen mit einer Spannweite von 148 Metern getragen, die sich etwa 26 Meter über der Elbe erheben.
2012 Der mittlere Teil der Brücke wird durch zwei Stahlbögen mit einer Spannweite von 148 Metern getragen, die sich etwa 26 Meter über der Elbe erheben.
Ende der Bauarbeiten  13 Jahre nach dem Spatenstich wird die Brücke am 24./25. August 2013 eröffnet. Am 26. August 2013 rollt zum ersten Mal der Verkehr über das Bauwerk.
Ende der Bauarbeiten 13 Jahre nach dem Spatenstich wird die Brücke am 24./25. August 2013 eröffnet. Am 26. August 2013 rollt zum ersten Mal der Verkehr über das Bauwerk.

„Wir hatten mit Freunden einen netten Abend in der Saloppe verbracht“, berichtet die junge Frau. Kurz zuvor hatte sie einen SZ-Artikel darüber gelesen, wie viele Blitzerfotos schon am Waldschlößchen geschossen wurden. „Ungläubig sagte ich zu mir: Wie kann man nur so doof sein!“ Denn auf das Tempolimit wurde ja bereits oft genug verwiesen. Dann der Blitzabend. Bei der Brückenfahrt habe sie noch genau ihren Tacho kontrolliert, der bei knapp 50 lag. „Zwei Sekunden später kam der Blitz, und ich sah das leuchtende 30-Schild.“

So wie Gesine Adam ging es vielen im vergangenen Vierteljahr. Denn die Waldschlößchenbrücke begeht jetzt dieses kleine Jubiläum. Rund 7.800 Kraftfahrer wurden geblitzt, seitdem die neue Elbquerung am 26. August eröffnet wurde, resümiert Straßenbauamtschef Reinhard Koettnitz. Tagsüber sind dort zwar 50 km/h zulässig, zwischen April und Oktober zum Schutze der dann aktiven seltenen Fledermausart Kleine Hufeisennase aber nur 30. Seit diesem Monat kann jedoch auch nachts 50 gefahren werden. Das macht sich in der Blitzerstatistik bemerkbar. „In der Woche vom 21. bis 27. Oktober gab es 624 Verstöße, in der Woche vom 11. bis 17. November hingegen nur 350“, sagt Koettnitz.

Ein Motorrad war am schnellsten

Der bisher Schnellste war ein Motorradfahrer, der mit 140 Stundenkilometern über die Brücke raste. Der schnellste Pkw wurde mit 104 km/h geblitzt. Nicht nur die Blitz-, sondern auch die Überwachungstechnik funktioniere bisher zuverlässig. 33 Kameras erfassen jede Ecke der Tunnel, aber auch das Geschehen auf der Brücke. Das verfolgen die 13 Überwacher in der Reicker Tunnelzentrale rund um die Uhr. 1,75 Millionen Kraftfahrzeuge sind bisher über die Waldschlößchenbrücke gerollt.

Mit 34.000 waren es am Eröffnungstag noch die meisten. Jetzt hat sich der Verkehr montags bis freitags bei bis zu 24.000, sonnabends bei 18.000 und sonntags bei etwa 16.000 Fahrzeugen eingependelt. Gebaut ist die 181 Millionen Euro teure Brücke mit ihren drei Tunneln jedoch für bis zu 45.000 Fahrzeuge pro Tag.

Die Überwacher registrieren auch die Verstöße. „Falschfahrer bleiben nicht verborgen. Die haben wir durch die hochmoderne Überwachungstechnik sofort auf dem Schirm“, erläutert Koettnitz. Zwar gebe es durch die zusätzlich angebrachten Sperrschilder keine Radfahrer mehr, die von der Brücke in die bergauf führende Tunnelröhre fahren. Doch in der Gegenrichtung sichten die Überwacher immer wieder Schwarzradler. Die würden sich oft einen Spaß daraus machen, mit hohem Tempo den Berg hinab zu brausen.

Aber auch Kraftfahrer vollführen die wildesten Aktionen. „So ist einer wie ein Rallyefahrer bei nasser Straße aus dem Zufahrtstunnel gerast, hat sich bei einem Looping um die eigene Achse gedreht und ist dann weiter über die Brücke gefahren“, berichtet der Straßenbauamtschef.

Glücklicherweise krachte es bei einer anderen nächtlichen Aktion nicht. Dabei sei ein Kraftfahrer auf der Bautzner Straße in Richtung Weißer Hirsch unterwegs gewesen. In Höhe des früheren Stasi-Gebäudes vollzog er eine 180-Grad-Wende und rollte als Geisterfahrer in die Tunnelausfahrt. Zum Glück kam keiner entgegen. Doch an der Brücke habe der Fahrer offenbar gemerkt, dass er falsch war, raste quer über die Fahrbahn – und wurde geblitzt.

Pech hatte auch ein junges Paar, das hoch hinaus wollte. Die Frau und der Mann waren auf den Brückenbogen geklettert und genossen den Ausblick. Doch der Überwacher alarmierte die Polizei, die heraneilte und das Paar unten in Empfang nahm.