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Kletterwald-Betreiber ersehnt Startschuss

Für die neue Saison ist in Kriebstein alles vorbereitet. Doch wann die beginnen kann, steht noch in den Sternen.

Marcel Schneider zeigt die neuen Sicherheitshaken, die die Besucher des Kletterwaldes noch besser vor einem Sturz schützen.
Marcel Schneider zeigt die neuen Sicherheitshaken, die die Besucher des Kletterwaldes noch besser vor einem Sturz schützen. © Dietmar Thomas

Kriebstein. Das Wetter zeigt sich derzeit meist von der guten Seite. Beste Voraussetzungen für einen Ausflug an die Talsperre Kriebstein. Dort ist seit 2007 auch der Kletterwald zu finden, der besonders bei Kindern und Jugendlichen großen Anklang findet.

Doch während in den vergangenen Jahren um diese Jahreszeit schon einiges los war, sind die sieben Parcours mit insgesamt 95 Kletterelementen in diesem Jahr noch ungenutzt. Die Corona-Krise wirkt sich auch und besonders in den Freizeitbereich aus. „Der Kletterwald Kriebstein muss zur Zeit aufgrund behördlicher Anweisungen geschlossen bleiben“, heißt es auf der Internetseite des Kletterparks.

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Dabei ist für die neue Saison alles vorbereitet, sagt Betreiber Alexander Persigehl. In den Wintermonaten wurden einige Plattformen ausgebessert und weitere Wartungsarbeiten erledigt. Zudem sind die Plattformen jetzt so befestigt, dass es schonender für die Bäume ist. Stolz ist Alexander Persigehl auf das neue Sicherungssystem.

 „Die Karabinerhaken können nicht mehr einfach ausgeklinkt werden. Stürze sind deshalb nahezu ausgeschlossen“, so Persigehl. Stabile Klettergurte mit neuartigen Karabinerhaken und doppelt gesicherte Seile sorgen dafür, dass Eltern ihre Kinder unbesorgt auf die Reise durch den Kletterwald schicken können.

„Wir stehen praktisch in den Startlöchern und warten darauf, dass es losgehen kann“, sagt Alexander Persigehl. Wann dies jedoch sein wird, könne er nicht abschätzen. „Das hängt davon ab, ob es demnächst weitere Lockerungen gibt, die es ermöglichen, dass Freizeitangebote wie unseres wieder genutzt werden können“, sagt er. 

Persigehl hofft, dass in diesem Jahr mehr Leute in der Heimat bleiben, und dass so im Laufe des Jahres doch noch ein paar Besucher in den Kletterwald kommen. Im vergangenen Jahr hatten etwa 15.000 Gäste den Kletterwald besucht. Die sieben Parcours sind mit unterschiedlichen Schwierigkeiten ausgestattet. 

Anfänger absolvieren zunächst den Übungsparcours mit drei Elementen, in dem ihnen das kleine Kletter-Einmaleins vermittelt wird. Die weiteren Strecken haben Namen wie „Spaß“, „Risiko“ oder „Wahnsinn“. Es geht von Baum zu Baum über Netzbrücken, schwankende Bohlen oder an schwingenden Seilen entlang. Wer es wagt, kann 120 Meter weit an Seilbahnen durch den Wald rasen und 13 Meter im Sprung ins Netz überwinden.

Auch die Pläne hinsichtlich der Errichtung eines Spielplatzes liegen vorerst auf Eis. „Die Baugenehmigung liegt vor“, sagt Alexander Persigehl. Die Kosten für den Bau des Spielplatzes liegen nach seinen Angaben bei etwa 40.000 Euro. Doch in Anbetracht der aktuellen Situation will er vorerst nicht bauen.

 Dass ein Spielplatz fehlt, hört Alexander Persigehl ständig von Gästen, die seinen Kletterwald an der Talsperre Kriebstein besuchen. „Gerade für die jüngeren Kinder, die die Kletteranlage noch nicht nutzen dürfen, fehlt es an Spielmöglichkeiten“, sagt Alexander Persigehl. Auch die Gemeinde Kriebstein hatte sich um den Bau eines Spielplatzes bemüht, war aber damit gescheitert.

Persigehl will den Bau über seine Firma vorfinanzieren und über das Leader-Programm Fördergeld beantragen. Kernstück soll eine Burg aus Holz sein, auf der Kinder klettern, balancieren oder Ritter und Burgfräulein spielen können. 

Weitere Betätigungsmöglichkeiten für Kinder im Alter von etwa drei bis zehn Jahren sollen Rutsche und Schaukel bieten. Entstehen soll der Abenteuerspielplatz auf einem Gelände am Kletterwald, etwa gegenüber des Kassenhauses, das der Kletterwaldbetreiber vom Zweckverband Talsperre Kriebstein gepachtet hat.

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