SZ +
Merken

Klingelbüchsen für den Freibadbau

Die Badinitiative setzt auf einen weiteren Spendenkanal. Auch die Stadträte wollen zum Gelingen der Aktion beitragen.

Teilen
Folgen

Von Tina Soltysiak

SOS prangt in Großbuchstaben auf einer hellblauen Spendendose. Das O ist als Rettungsring gestaltet. Den hat das Leisniger Freibad bereits vom Freistaat Sachsen und der Stadt zugeworfen bekommen. Es bleibt erhalten und wird saniert. Doch das kostet eine Menge Geld. Die Bürgerinitiative Freibad sammelt deshalb Spenden.

Ab morgen sollen zunächst neun solcher Dosen in der Stadt Leisnig aufgestellt erden. So wird die blaue Spendenbox unter anderem in der Bäckereifiliale von Swen Liebsch im Penny stehen. „Diese Filiale hat am längsten geöffnet, deshalb ist das ein geeigneter Standort“, erklärt Liebsch. Er ist selbst Mitglied in der Bürgerinitiative. „Die Sanierung des Freibads ist sinnvoll für die Zukunft der Stadt Leisnig und vor allem wichtig für die Kinder“, sagt Swen Liebsch. Freizeitangebote für die jüngsten Einwohner würden sowieso immer weniger, deshalb müsse das Freibad unbedingt erhalten werden, ergänzt er.

Stadträte spenden

Swen Liebsch ist außerdem, genauso wie René Quandt, Mitglied des Leisniger Stadtrates und vertritt die FDP. René Quandt hingegen ist CDU-Mitglied. Er und seine Parteikollegen wollen ihre Diäten zugunsten des Freibads spenden. Auch die Fraktion der Linken wird es so handhaben. Das hat Jürgen Müller bereits im jüngsten Stadtrat bekannt gegeben. „Mindestens 2 100 Euro kommen somit zusammen“, so Müller. Er rechnet damit, dass es zusätzliche Spenden geben wird, sodass am Ende ein Gesamtbetrag von 2 500 Euro zusammenkommen wird, den die Linke beisteuert. Müller hat zudem betont, dass der SPD-Stadtrat Eberhard Jahn es den anderen Fraktionen gleichtun wird.

Großzügige Narren

René Quandt hofft darauf, dass auch beim Karnevalsumzug am 2. März das Geld bei den Narren und Zaungästen etwas lockerer sitzt. „Als Initiative werden wir am Umzug teilnehmen und Spenden sammeln“, sagt er. Ob die Bürgerinitiative einen eigenen Wagen gestalten wird, will Quandt noch nicht verraten. Ein Überraschungsmoment müsse schließlich noch bleiben.

Ziel der Bürgerinitiative ist es, insgesamt 50 000 Euro einzusammeln, um das Stadtsäckel zu entlasten. Der Eigenanteil der Stadt zur Sanierung beträgt insgesamt 500 000 Euro. Eine Million stellt der Freistaat Sachsen aus dem Bund-Länder-Programm Stadtumbau Ost zur Verfügung.