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Klingenberg bekommt ein neues Feuerwehrhaus

Der Bau wird im Frühjahr beginnen. Beim Standort konnte die Gemeinde kräftig sparen.

Von Franz Herz

Die Klingenberger haben jetzt alles zusammen, was sie noch für den Neubau ihres Feuerwehrhauses im Ortsteil Klingenberg benötigen. „Wir haben die Baugenehmigung erhalten und vorher schon den Bescheid für die Fördergelder“, informierte Bürgermeister Torsten Schreckenbach (Bürger für Klingenberg). Nur die Zeit reicht nicht mehr, um dieses Jahr noch mit dem Bau zu beginnen.

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So könnte das neue Gerätehaus für Klingenberg aussehen. Es wird ein nüchterner Zweckbau mit zwei Garagen. Skizze: Ruhsam & Ullrich
So könnte das neue Gerätehaus für Klingenberg aussehen. Es wird ein nüchterner Zweckbau mit zwei Garagen. Skizze: Ruhsam & Ullrich

Schreckenbach will jetzt den Winter nutzen, um mit dem Planungsbüro Ruhsam und Ullrich in Ruhe die Vergabe der Bauaufträge vorzubereiten. Momentan laufen die letzten Abstimmungen über Einzelheiten des Projekts. Im Januar soll die Ausschreibung für die einzelnen Aufträge veröffentlicht werden. Danach hoffen die Klingenberger auf günstige Angebote, weil sich Firmen für das Frühjahr die ersten Aufträge sichern wollen.

Wohl vier bis fünf Monate Bauzeit

Die Entscheidung, erst 2014 mit dem Bau zu beginnen, ist schon vor Monaten gefallen. Damals zeichnete sich bereits ab, dass es erstens schwierig wird, diesen Herbst noch Baufirmen zu günstigen Preisen zu bekommen, und es zweitens unsicher ist, ob vor dem Winter ein Bauabschnitt zu schaffen ist. Mit der eindeutigen Entscheidung für den Baubeginn im Frühjahr 2014 hoffen die Klingenberger, diesen Unsicherheiten aus dem Weg zu gehen. Der Zeitplan für den Gerätehausbau steht noch nicht fest. Aber die Klingenberger Feuerwehrleute gehen davon aus, dass sich noch vor dem nächsten Winter einziehen können. Der Bürgermeister rechnet mit vier bis fünf Monaten Bauzeit. Schließlich wird es ja kein kompliziertes Bauwerk, sondern ein nüchterner Zweckbau. Nur in einem Punkt gehen die Klingenberger über das Mindestmaß hinaus.

Sie lassen zwei Fahrzeugstellplätze errichten. So können im Gerätehaus ein Löschfahrzeug und ein Mannschaftstransportwagen Platz finden. Insgesamt kalkulieren die Planer mit 680 000 Euro Baukosten. Den Großteil trägt die Gemeinde. Der Landkreis unterstützt sie mit 235 000 Euro Fördergeldern.

Wieder ein eigenes Gebäude

Wenn der Neubau steht, hat die Klingenberger Wehr zum ersten Mal seit Jahren wieder eine eigene Unterkunft. Derzeit hat der Ort genau genommen gar kein Feuerwehrhaus. Das alte Spritzenhaus ist schon lange zu klein. Daher ist das Fahrzeug in der Garage eines Containerdienstes untergestellt. Dort fehlt allerdings alles, was eine Feuerwehr sonst noch benötigt, wie Umkleide- und Sanitärräume oder einen Schulungsraum. Daher ist der Neubau schon lange ein Wunsch. Auch entwickelt sich die Feuerwehr im Ort günstig. „Die Klingenberger Wehr ist in den letzten Jahren gewachsen und hat auch viele junge Mitglieder“, sagt Gemeindewehrleiter Jörg Bier.

Klingenberg ist ein wichtiger Feuerwehrstandort in der Gemeinde, daher ist hier eine gute Ausstattung besonders notwendig. Klingenberg hat mit dem Bahnhof, dem Gewerbegebiet, der Talsperre und dem Hotel viele Einrichtungen, wo die Feuerwehr einmal gefordert sein kann. Der Ort ist auch ein Bevölkerungsschwerpunkt in der Gemeinde. Außerdem liegt Klingenberg zentral und kann auch schnell die anderen Wehren in der Gemeinde unterstützen.

Dafür ist auch der Standort geeignet, wo der Neubau geplant ist. Das Feuerwehrhaus wird neben der Gaststätte Sachsenhof entstehen. Das Grundstück liegt direkt an den wichtigen Straßen der Gemeinde, die in Richtung Osten zum Altort Klingenberg und weiter nach Ruppendorf führen. Richtung Süden geht es nach Pretzschendorf, Richtung Norden zur Bahnlinie, zum Gewerbegebiet und in den Tharandter Wald. Nach Westen besteht die Anbindung nach Colmnitz.

Das Grundstück hat neben seiner zentralen Lage noch einen weiteren entscheidenden Vorteil. Es gehört bereits der Gemeinde. Sie muss also kein Geld für den Grunderwerb in die Hand nehmen. So fiel die Entscheidung für diesen Standort.