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Dippoldiswalde

Ihre Strategie für die nächsten 20 Jahre?

Torsten Schreckenbach hat bei der Bürgermeisterwahl in Klingenberg eine klare Mehrheit bekommen. Über das Ergebnis sprach Sächsische.de mit ihm.

Torsten Schreckenbach freut sich, dass die Großgemeinde Klingenberg auch über ihre Grenzen hinaus Interesse findet.
Torsten Schreckenbach freut sich, dass die Großgemeinde Klingenberg auch über ihre Grenzen hinaus Interesse findet. © Frank Baldauf

Herr Schreckenbach, Ihr Wahlergebnis von 81,7 Prozent ist gut, aber nicht mehr so gut wie vor sieben Jahren mit 89,5 Prozent. Wie sehen Sie das?

Beide Wahlergebnisse spiegeln einen großen Zuspruch wider. Insofern freue ich mich über das gute Abschneiden. Zwischen 2013 und 2020 liegen sieben Jahre Arbeit für die Gemeinde. Jahre einer gleichmäßigen und guten Entwicklung der Gemeinde, an der die Verwaltung und der Gemeinderat und viele andere ihren Anteil hatten. Die Steuerung dieser Entwicklung obliegt dem Bürgermeister und das wurde auch so gewürdigt.

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Ein Wahlkampf hat kaum stattgefunden.

Ich habe in vier Ortsteilen Einwohnerversammlungen durchgeführt zu denen rund 75 Besucher gekommen waren. Wir hatten angenehme Gesprächsrunden, in denen ich die Entwicklung der letzten sieben Jahre und meine Sicht auf die kommenden Jahre erklären konnte. Das war mein Angebot und meine Bewerbung für das Amt.

Mit wem haben sie das Wahlergebnis gefeiert?

In einer kleinen Runde im Erbgericht in Höckendorf habe ich mit Familie und Gemeinderäten angestoßen, also mit denen, die mich in den letzten Jahren begleitet haben. Ich habe mich gefreut, dass wir diesen Erfolg gemeinsam feiern konnten.

Ihr Ergebnis ist ein klarer Wählerauftrag. Aber wofür genau?

Die Arbeit der letzten Jahre war nur zu schaffen mit einer guten Verwaltung, einem guten Miteinander im Gemeinderat und mit einem guten gesellschaftlichen Zusammenhalt. Auf dieser Basis will ich weiter die Geschicke in der Gemeinde leiten. Das ist mein Auftrag. Wir haben im Gemeinderat die Gemeinde immer als Einheit betrachtet und die Schwerpunkte bei Projekten entsprechend gesetzt. Das sollten wir weiter so halten.

Vor sieben Jahren war das Umland für Dresden noch nicht so spannend wie jetzt. Wie wollen Sie mit ansiedlungswilligen Familien und Firmen umgehen?

Es ist in den letzten Jahren deutlich geworden, dass die Gemeinde Klingenberg wesentlich mehr nach außen wirkt und Interesse findet. Das sehen wir zum Beispiel an der Nachfrage nach Baumöglichkeiten oder an dem Interesse an Unternehmenserweiterungen. Wichtig ist jetzt, dass wir schnellstmöglich einen Flächennutzungsplan für die Gemeinde erarbeiten, in dem die Schwerpunkte für Möglichkeiten der Ansiedlung von Industrie, Gewerbe und Wohnen gesetzt werden. Dieser Plan soll die Strategie der Gemeinde in den nächsten 15 bis 20 Jahren festlegen.

Klingenberg ist in einer Verwaltungsgemeinschaft mit Hartmannsdorf-Reichenau. Diese Gemeinde ist in einer schwierigen Situation. Sehen Sie einen Ausweg?

Die Arbeit der Verwaltung in Klingenberg ist auf die Verwaltungsgemeinschaft eingestellt und die Abstimmungen mit der Gemeinde Hartmannsdorf-Reichenau funktionieren gut. Die Gemeinde Hartmannsdorf-Reichenau ist eine selbstständige Gemeinde und sie wird daher auch in Zukunft ihre eigenen Entscheidungen treffen.

Wann beginnt Ihre neue Amtszeit?

Sobald das Landratsamt das Wahlergebnis bestätigt hat. Das wird vielleicht in zwei Wochen soweit sein.

Wie ging bislang Ihre Arbeit weiter?

Ganz normal wie jeden Tag. Ich hatte am Montag früh ein Treffen mit den Leiterinnen den Kindereinrichtungen, um uns abzustimmen, wie die Betreuung der Kinder weitergehen soll, falls die Einrichtungen geschlossen werden. Mit der geplanten Schließung entsteht eine Vielzahl von Fragen für Eltern, Erzieherinnen und für die Verwaltung.

Hat Corona auch Klingenberg im Griff?

Wir müssen hier, wie überall besonnen mit dem Thema umgehen. Zurzeit haben wir zwar keine Krankheitsfälle, jedoch kann sich das täglich ändern.

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Anmerkung der Redaktion: Kindertagesstätten und Horte sollen im Landkreis vorerst offen bleiben. In einem Schreiben vom 15. März an die Kindertageseinrichtungen teilt das Landratsamt mit, dass sich der der Verwaltungsstab des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge dafür ausgesprochen habe, keine flächendeckende Schließung von Kindertageseinrichtungen/ Horteinrichtungen und Kindertagespflegestellen vorzunehmen.

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