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Klinik-Mitarbeiter satteln um

Fahrrad statt Auto: Das Personal des Helios Klinikum Pirna kann ab sofort Diensträder nutzen - auch privat.

Jeannette Stenzel pendelt mit dem Dienstfahrrad von Heidenau-Großsedlitz zur Helios-Klinik nach Pirna.
Jeannette Stenzel pendelt mit dem Dienstfahrrad von Heidenau-Großsedlitz zur Helios-Klinik nach Pirna. © Helios Kliniken GmbH

Radfahren macht fit und schont die Umwelt. Das war schon vor der Corona-Pandemie so. Derzeit erlebt das Fahrrad einen neuen Boom. Auch, weil sich viele Pendler in Bus und Bahn nicht mehr wohlfühlen. Auf diesen Trend springt das Helios Klinikum in Pirna auf. Denn die Mitarbeiter des Krankenhauses können ab sofort Jobräder nutzen und über den Arbeitgeber ein Fahrrad oder E-Bike leasen. 

„Es ist ein umweltfreundliches Angebot, um von A nach B zu kommen. Gleichzeitig freut es uns, dass wir damit auch eine Möglichkeit für die Mitarbeiter schaffen, damit diese ihre Gesundheit fördern können“, sagt Katrin Möller, Geschäftsführerin des Helios Klinikums Pirna. Die Idee hätten die Mitarbeiter selbst angeschoben, indem sie gezielt nach Jobrädern fragten. Gemeinsam mit dem Betriebsrat sei schließlich beschlossen worden, den Angestellten die Option zu geben, über den Arbeitgeber kostengünstig ein eigenes Dienstrad zu beziehen.

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15 Mitarbeiter schon umgestiegen

Das Jobrad-Prinzip funktioniert in der Praxis so: Die Mitarbeiter suchen sich ihr Wunschrad bei einem Fahrradhändler vor Ort aus. Ob E-Bike, Mountainbike oder Hollandrad, spielt keine Rolle. Die Klinik least das entsprechende Rad und stellt es dem Mitarbeiter zur Verfügung - auch für den privaten Gebrauch. Im Gegenzug wird die monatliche Leasingrate dem Beschäftigten vom Gehalt abgezogen. Dem Mitarbeiter entsteht dabei ein geldwerter Vorteil, der seit 2020 nur noch mit 0,25 Prozent des Fahrrad-Listenpreises  versteuert werden muss. Dadurch spart er gegenüber dem herkömmlichen Kauf. Zudem wird das Fahrrad versichert. Die Kosten dafür trägt das Pirnaer Klinikum. Was man bei so einem Konstrukt finanziell gut macht, kann man sich im Internet ausrechnen lassen.

Das Dienstrad-Leasing wird gut angenommen. Bisher hätten sich mehr als 15 Personen dafür entschieden. Insbesondere für Mitarbeiter mit kürzeren Dienstwegen sei das interessant. Zum Beispiel für Jeanette Stenzel aus Heidenau, die sich für ein Touring E-Bike entschieden hat. "Es ist für mich ein Ansporn, nun noch regelmäßiger mit dem Rad auf Arbeit zu kommen“, sagt die Großsedlitzerin, die in der Tagesklinik tätig ist.

Mit dem neuen Jobrad baut die Pirnaer Klinik auch das betriebliche Gesundheitsmanagement aus. Zusatzangebote wie dieses seien laut Katrin Möller immer wichtiger für die Motivation und Bindung der Mitarbeiter. 

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