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Klinikleitung und Belegschaft nähern sich an

Verdi unterstützt die Service-Mitarbeiter bei den Verhandlungen. Sie fordern mehr Gehalt und Urlaub. Eine Einigung gibt es aber noch nicht.

Von Romy Kühr

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Zittau/Ebersbach. André Urmann ist zufrieden. Nach dem ersten Verhandlungstag mit der Geschäftsleitung des Klinikums Oberlausitzer Bergland zieht der Mitarbeiter der Gewerkschaft Verdi eine recht positive Bilanz. Er vertritt die Interessen von 160 Beschäftigten der Krankenhausservice-Gesellschaft. Sie arbeiten an den Krankenhäusern in Zittau und Ebersbach in den Bereichen Hauswirtschaft/Reinigung, Logistik/Lager, Technik/Hausmeisterdienste und Küche. Verdi fordert für sie im Kern einen Einstiegslohn von zehn Euro pro Stunde, 30 Tage Urlaub und eine Ausgleichsregelung für Überstunden. Dazu kommen Forderungen nach Anpassungen bei derzeit geltenden Zuschlägen etwa für Wochenend- und Nachtarbeiten.

Ende des vergangenen Jahres hatten die Mitarbeiter der Krankenhausservice-Gesellschaft mit Streiks gedroht. Daraufhin hatte sich die Geschäftsleitung zu Gesprächen bereiterklärt. Am Freitag saßen die Vertreter der Klinikleitung und der Arbeitnehmer mit Unterstützung von Verdi nun erstmals an einem Tisch. Als besonders positiv schätzt Urmann nach den Verhandlungen, die sechs Stunden dauerten ein, dass man über alles jetzt einmal habe reden können. Es habe bereits Annäherungen gegeben, es habe gute Vorschläge zu den strittigen Punkten gegeben. Eine abschließende Einigung gebe es aber noch nicht, so André Urmann.

Als negativ nennt er allerdings den Fakt, dass die Klinikleitung am Verhandlungstag unerwartet einen Tarifvertragsvorschlag auf den Tisch gelegt hat. „Wir kannten das Papier ja gar nicht und konnten uns nicht vorbereiten“, sagt der Verdi-Mann. „So etwas macht die Sache nur kompliziert.“ Die Gewerkschaft und die Beschäftigten hätten schon vor vier Wochen ihren Vorschlag vorgelegt.

„Aber wir sind gut vorangekommen“, so Urmanns abschließende Bilanz. Für den nächsten Verhandlungstermin am 10. Februar geht er davon aus, dass die Geschäftsleitung des Klinikums Oberlausitzer Bergland ihrerseits ein Entgeltangebot für die Service-Mitarbeiter vorlegen wird. „Dann wissen wir, woran wir sind.“ Deshalb wolle man anschließend noch am selben Tag eine Mitgliederversammlung für die Beschäftigten einberufen und sie über den Zwischenstand informieren. Auf einen dritten Gesprächstermin am 12. März haben sich beide Seiten außerdem bereits geeinigt.

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