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Klipphausen verkauft Schlösser und Häuser

Der Gemeinde fehlt das Geld für die Sanierung der meist verschlissenen Bauten.

Von Dieter Hanke

Klipphausen will jetzt erneut mehrere Schlösser, Herrenhäuser und weitere kommunale Gebäude zum Verkauf anbieten, nachdem entsprechende Offerten in vergangener Zeit erfolglos blieben. Darunter sind zum Beispiel die Schlösser in Rothschönberg und Miltitz sowie das Herrenhaus in Tanneberg. Aber auch der Gasthof im Taubenheimer Ortszentrum ist jetzt zu haben. Auf der Verkaufsliste stehen neuerdings auch die Gebäude der ehemaligen Kindertagesstätten in Burkhardswalde und Miltitz. Mit Eröffnung der neuen Einrichtung im Dezember 2014 in Miltitz werden diese Anwesen nicht mehr von der Kommune benötigt. Im Angebot ist auch das Hauptgebäude im Rittergut in Robschütz, wo sich vor Jahren einmal ein Kindergarten befunden hatte.

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Meist stehen diese Gebäude schon seit geraumer Zeit leer. Eine aufwendige Sanierung ist in den meisten Fällen nötig. „Wir wollen Klarheit beim Bestand an kommunalen Gebäuden“, sagt Bürgermeister Gerold Mann (parteilos). Aus eigener Kraft könne die Gemeinde nicht den oftmals hohen finanziellen Aufwand für die Modernisierung dieser Gebäude bestreiten. „Wir haben in erster Linie als Gemeinde unsere Pflichtaufgaben zu erfüllen“, bemerkt Mann. Das seien vor allem die Bereiche wie Schulen, Kindertagesstätten, Trink- und Abwasser oder der Straßenbau.

Für die angebotenen Schlösser und weiteren Gebäude wird die Gemeinde Wertgutachten erstellen und die Objekte dann öffentlich ausschreiben. Einige der Gebäude sind Ladenhüter wie das Schloss in Rothschönberg oder das Herrenhaus in Tanneberg. Seit Jahren ist dort eine Wiedernutzung offen. Mehrere Interessenten sprangen ab. Für andere, neue Offerten bewerben sich schon einige. So möchte ein Interessent in der einstigen Tagesstätte in Burkhardswalde eine Küche einrichten, ein anderer Bewerber denkt dort an Pensionszimmer. Der Taubenheimer Gasthof könnte eventuell weiter eine Perspektive in der Gastronomie als Steakhaus haben. Ein Interessent hat diese Absicht.

Klipphausen als auch die frühere Gemeinde Triebischtal haben mit dem Verkauf von nicht mehr genutzten kommunalen Gebäuden und Wohnhäusern an Private in der Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht. So wurden nach der Veräußerung der alten Schulgebäude in Sora, Weistropp, Naustadt und Constappel dort Wohnungen, Praxen oder Kleingewerbe eingerichtet. In Scharfenberg entstanden im einstigen Kurhaus moderne Wohnungen.

„Wichtig beim kommunalen Wohnungsbestand ist, genau abzuwägen, ob die Gemeinde die Modernisierungen meistern kann oder nicht. Wir müssen uns da auf einige Objekte konzentrieren“, sagt Bauamtsleiter Dieter Schneider. Zurzeit würde die Gemeinde noch 52 Wohnungen besitzen. So wurden u. a. Wohnhäuser in Sora und Pegenau modernisiert. In Gauernitz betrifft es ein Mehrfamilienhaus, das bereits zum Teil aufgefrischt wurde.

In vergangenen Jahren hat die frühere Gemeinde Triebischtal bereits etliche kommunale Wohnhäuser auch auf Auktionen versteigert, so Grundstücke in Taubenheim auf der Schulstraße und auf dem Grünen Weg, in Munzig und in Rothschönberg auf der Hauptstraße sowie in Tanneberg auf der Wilsdruffer Straße. Schneider: „Jetzt müssen wir entscheiden, wie wir mit dem Schloss im Rittergut in Miltitz vorgehen.“

Der Komfort in diesen Wohnungen ist nicht hoch. Fenster, Sanitär, Elektrik und anderes müssen erneuert werden.

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