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Bauernmarkt trotz Corona

Noch in diesem Jahr soll es die zweite Auflage im Schlosspark geben. Das Organisationsteam arbeitet mit Hochdruck am Hygienekonzept.

Sie wollen an den Erfolg des 1. Klipphausener Bauernmarktes 2019 anknüpfen. Deshalb werben Antje Arlautzki (l.) und Kerstin Merseburger nun für die 2. Auflage im September. Neue Flyer werden auch noch gedruckt.
Sie wollen an den Erfolg des 1. Klipphausener Bauernmarktes 2019 anknüpfen. Deshalb werben Antje Arlautzki (l.) und Kerstin Merseburger nun für die 2. Auflage im September. Neue Flyer werden auch noch gedruckt. © Claudia Hübschmann

Klipphausen. Wie schön und welche Vorteile ein Leben auf dem Land hat, zeigten die Wochen des Lockdowns in der Corona-Krise. Doch was das Wohnen in einer ländlichen Region auch ausmacht – das ist vielerorts verloren gegangen. Ein zentraler Punkt, wo die Menschen sich begegnen, das Neuste erfahren, sich austauschen. Der Dorfklatsch eben. 

Heute heißt das Netzwerken. Und genau für dieses Netzwerken will das Organisationsteam „Bauernmarkt“ um Franziska Stejskal, das sich aus der Interessengemeinschaft Röhrsdorf gebildet hat, eine Plattform bieten. So wurde der Bauernmarkt im Schlosspark Klipphausen in der Talstraße 3, hinter der Gemeindeverwaltung, ins Leben gerufen. Ende September soll er zum zweiten Mal stattfinden.

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„Der Obergedanke für diesen Bauernmarkt ist für uns, dass sich die Leute treffen, ins Gespräch kommen. Das ist unschätzbar“, sagt Mitorganisatorin Heike Schuster. Die erste Auflage im vorigen Jahr war ein voller Erfolg, berichtet sie.

 „Nach drei Tagen Regen und den Wetterbericht im Blick verließ uns zwischendurch der Mut, und wir sahen den Bauernmarkt schon buchstäblich ins Wasser fallen“, hatte Franziska Stejskal rückblickend berichtet. Aber es kam alles anders. Hunderte Besucher waren da, die Händler mehr als zufrieden.

„Deshalb wollen wir auch in diesem Jahr unbedingt wieder einen Bauernmarkt organisieren“, sagt Heike Schuster. Auch wenn das in Zeiten der Corona-Pandemie nicht einfach wird. Aber im Schlosspark ist genügend Platz, um die entsprechenden Abstände zu garantieren. 

„Es wird natürlich auch kein Bierzelt geben“, sagt Mitorganisatorin Antje Arlautzki aus Scharfenberg. Vereinzelt kleine Tische sollen über das Gelände verteilt aufgestellt werden. Akribisch arbeitet das Team an einem Hygienekonzept – in der Hoffnung, dass die Veranstaltung dann auch genehmigt wird. Dankbar ist das Team auch über die Unterstützung der Gemeinde Klipphausen – mit dem Schlosspark und auch Schildern.

Händler können sich jetzt anmelden

Welch ein Erfolg der Bauernmarkt 2019 auch für die Händler war, zeigt der Zuspruch in diesem Jahr. Bereits nach wenigen Tagen der Akquise hatten 13 Händler zugesagt. Stand 16. August, sagt Heike Schuster. Wer ebenfalls beim Bauernmarkt am 26. September einen Stand aufbauen will, soll sich bei ihr anmelden. Die Standgebühr beträgt 15 Euro.

 „Außerdem gibt es eine kleine Vereinbarung, die unterschrieben werden muss“, informiert Antje Arlautzki. „Wir wollen ja auch sicher sein, dass die Händler dann auch kommen“, ergänzt Heike Schuster. 

Zur Verfügung gestellt wird der Standplatz und Strom, wer ihn benötigt. Wasser muss bei Bedarf in Kanistern selbst mitgebracht werden. Die Angebotspalette der angemeldeten Händler ist bereits jetzt recht vielfältig. So seien Gärtnerei- und Fleischerprodukte, Obst und Gemüse sowie Weine dabei. Auch „Tiere zum Anfassen für Kinder“, sagt Heike Schuster. Was sich das Team noch wünschen würde, sei ein Käseangebot.

Vor Ort bekommen die Händler dann auch wieder Unterstützung – einen Ansprechpartner für alle, der „überall herumgeht und fragt, was gebraucht wird“, sagt Antje Arlautzki. Das Organisationsteam nennt ihn Läufer. „Der Läufer ist der wichtigste Posten.“

Nun hoffen die Organisatoren, dass Corona und die damit verbundenen Einschränkungen ihnen keinen Strich durch die Rechnung machen. Denn bereits der geplante Frühlingsmarkt im April fiel dem Virus zum Opfer, und der Termin für den Bauernmarkt musste auch abgesagt werden. 

Mit den Vorbereitungen waren Kosten verbunden, auch jetzt wieder. „Wir hoffen, dass wir unser Hygienekonzept durchkriegen“, sagt Heike Schuster. Denn der 26. September sei der letzte mögliche Termin für den Bauernmarkt in diesem Jahr.

Händler können sich bei Heike Schuster unter der E-Mail [email protected] oder telefonisch 0152 54167039 anmelden.

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