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Klubhaus wird weiter saniert

Die Bauarbeiten dauern sechs Monate länger als geplant. Ein Gericht wird jetzt klären, wer dafür verantwortlich ist.

Von Maik Brückner

Die Sanierung des Klubhauses Hausdorf soll spätestens bis zum 30. Juni 2014 abgeschlossen sein. Dieses Ziel gab Glashüttes Bürgermeister Markus Dreßler (CDU) in der jüngsten Stadtratssitzung vor.

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Damit werden die Bauarbeiten sieben Monaten länger als geplant dauern. „Eigentlich wollten wir das Haus am 30. November den Hausdorfern übergeben“, räumte er ein. Ende Mai sah es so aus, als wäre dieser Termin zu halten. Doch am 1. und 2. Juni war’s damit vorbei. Ein Wolkenbruch durchkreuzte die Pläne. Das von der Dachdeckerfirma errichtete Notdach über dem Gebäude brach zusammen. Es regnete ins Haus rein. Das Wasser durchnässte Decken und Fußböden und beschädigte das Parkett im Saal, dass die Hausdorfer eigentlich behalten wollten. Glashütte schaltete nach dem Unwetter sofort seine Versicherung ein. Ein Gutachter schaute sich wenig später die Baustelle an. In seiner Stellungnahme kam er Mitte August zum Schluss, dass nicht der Regen die Ursache für die Schäden war, „sondern eine mangelhafte Bauausführung“ des Notdaches. Deshalb lehnte es die Versicherung ab, den Schaden zu übernehmen. Die Dachdeckerfirma teilt die Ansicht der Versicherung allerdings nicht. Sie behauptet, dass eine ebenfalls am Bau beteiligte Firma das Dach eigenmächtig verändert habe, um Arbeiten auszuführen. Deshalb lehnte sie es ab, für den geschätzten Schaden in Höhe von 80 000 Euro aufzukommen. Auch Glashütte war nicht bereit, dieses Geld zu zahlen.

Deshalb blieb der Stadt nichts anders übrig, als einen Rechtanwalt zu beauftragen. Er hat bereits erste Gespräche mit den Firmen geführt, sagt Dreßler. Außergerichtlich war er bisher erfolglos. Deshalb bat Dreßler den Stadtrat um weitere Rückendeckung. Denn nun wird der Fall wohl vor Gericht landen. Dieses soll feststellen, welche der beiden Baufirmen einen Anteil am Schaden hat. Auch die Verantwortung des Ingenieurbüros soll überprüft werden. Es war mit der Bauüberwachung beauftragt und hätte bei der vermeintlichen Veränderung des Notdaches einschreiten müssen. Ziel der Stadt sei, nicht auf den zusätzlich anfallenden Kosten sitzenzubleiben, sagte Dreßler. Sollte das Gericht zum Schluss kommen, dass weder die Baufirmen noch das Büro eine Mitschuld tragen, will Glashütte den Schaden von der Versicherung ersetzt haben.

Um den neuen Fertigstellungstermin halten zu können, bat die Verwaltung das Geld für die überplanmäßigen Ausgaben freizugeben. Nur so können die Stadt weiterbauen lassen und weitere Aufträge auslösen. Nachdem die Arbeiten am Dach und an der Fassade weitgehend abgeschlossen werden konnten, geht es jetzt im Innern weiter. Unter anderem müssen noch Stromleitungen verlegt, Wände verputzt, Trockenwände errichtet werden. Auch Malerarbeiten stehen noch aus. Zudem sucht die Verwaltung nun noch nach einer Firma, die die Parkettarbeiten ausführt.

Dreßler zeigte sich zuversichtlich, dass der neue Termin zu halten ist. Zu Eröffnung sollte es ein Fest geben. Lohnen würde es sich, denn die Sanierung des Gebäudes habe viel Kraft gekostet. Über mehrere Jahre beschäftigte sich der Stadtrat mit dem Vorhaben. Mehrere Varianten wurden untersucht, verworfen. Selbst ein Neubau stand zu Debatte. Letztlich entschied sich Glashütte für die Sanierung, die jetzt mehr als 400 000 Euro kosten wird. Fördermittel aus dem Ile-Programm stehen in Höhe von 238 000 Euro zur Verfügung.