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Corona: Strenge Regeln für Knabenchöre

In der Dresdner Hofkirche und der Kreuzkirche ist am Pfingstwochenende wieder Chormusik zu hören - unter strengen Auflagen.

So dicht gedrängt werden die Chorsänger nicht stehen können.
So dicht gedrängt werden die Chorsänger nicht stehen können. © Robert Michael

Dresden. Nur sechs Chorsänger dürfen gemeinsam proben, sie müssen jeweils drei Meter Abstand voneinander haben, und der Probenleiter sitzt hinter einer Plexiglasscheibe. Das sind die aktuellen Regeln für die Dresdner Kapellknaben, die am Mittwoch zum ersten Mal wieder gemeinsam üben durften. Zehn Wochen lang mussten sich die jungen Sänger mit Online-Proben begnügen, jetzt können sie sich dazu wieder treffen. 

Das müssen sie auch, denn am Pfingstwochenende sollen sie erstmals nach Corona wieder gemeinsam zu hören sein. Am Pfingstsonntag tritt ein kleines Ensemble mit einer Bruckner-Messe in der Kathedrale am Schloßplatz auf. Laut einem Hinweis auf der Internetseite des Bistums Dresden Meissen von der ersten Maihälfte sind dazu nur 38 Gottesdienstbesucher zugelassen. Sie müssen sich für den aktuellen Tag zum Gottesdienst telefonisch anmelden (Rufnummer 0351 484 4712).

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Auftritte im Wechsel

Auch der Kreuzchor musiziert am Pfingswochenende wieder, jedenfalls ein Teil davon. In der Vesper am Sonnabend um 17 Uhr treten vier Solisten und etwa 20 Sänger des Chors auf. Auf dem Programm steht unter anderem die Kantate "Erschallet, ihr Lieder" von Johann Sebastian Bach. Zudem werden etwa ein Dutzend Musiker des Barockorchesters der Kreuzkirche Dresden zu hören sein.

Dabei würden die von der Landeskirche aufgestellten Hygieneregeln beachtet, teilte Kreuzchor-Sprecher Markus Jüngling mit. Bei der Aufstellung der Chorsänger würden etwa entsprechende Abstandsvorgaben beachtet.  Glücklicherweise lässt die Kreuzkirche mit ihrer Größe dafür den entsprechenden Raum", sagt Jüngling. Die Männerstimmen des Kreuzchores und die übrigen Musiker träten nicht gemeinsam, sondern lediglich im Wechsel auf.

Bis zum vergangenen Sonnabend waren solche Besetzungen in der Kreuzkirche nicht möglich, zuletzt musizierte das Dresdner Ensemble cum passione mit einer Solistin und drei Instumentalisten. "Die Vespern in der Kreuzkirche Dresden wurden seit Wiederöffnung dem jeweils aktuell geltenden, von der Landeskirche aufgestellten Hygiene-Schutzkonzept entsprechend geplant und durchgeführt", begründet Jüngling die nun mögliche, größere Besetzung.

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Für die Besucher der Vesper in der Kreuzkirche gelten andere Regeln als für die Pfingstmesse in der Hofkirche. Es ist keine Voranmeldung nötig, die Besucher werden mittels Platzkarten zu ihren Sitzplätzen gelenkt. In der Kreuzkirche müssen sie eine Schutzmaske tragen und ihre Daten auf einer Platzkarte eintragen. (SZ/csp)

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