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Knapp fünf Millionen Euro für den Flutschutz

Ebersbach-Neugersdorf will in diesem Jahr an 19 Stellen für den Hochwasserschutz bauen. Der Zeitplan ist straff.

Von Romy Kühr

Ebersbach-Neugersdorf. In den Monaten von Mai bis Oktober wird es in Ebersbach-Neugersdorf nur wenige baufreie Tage geben. Denn in dieser Zeit will die Stadt 19 Bauvorhaben zum Hochwasserschutz in Angriff nehmen. Dazu gehören unter anderem Stützmauern und Böschungen. Insgesamt hat die Stadt einen Plan aufgestellt, der 70 Vorhaben umfasst mit einer Gesamtinvestitionssumme von elf Millionen Euro. Das Geld bekommt die Stadt in vollem Umfang als Fördermittel. „Wir gehen von einer 100-prozentigen Förderung aus“, sagt Bernd Noack, Beigeordneter in der Stadtverwaltung. Innerhalb der nächsten drei Jahre sollen die vom Wasser verursachten Schäden behoben und so gestaltet werden, dass die Stadt künftig besser vor Überschwemmungen geschützt ist.

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Die wichtigsten Maßnahmen hat sich die Stadt nun für dieses Jahr herausgepickt. 4,7 Millionen Euro stehen dafür zur Verfügung. Wie die Prioritätenliste entstanden ist, erklärt Bernd Noack: „Darunter sind Vorhaben, die wir erledigen müssen, weil wiederum andere davon abhängen.“ Mit der Stützwand der Spree an der Weberstraße muss die Stadt beispielsweise unbedingt fertig werden. Sonst kann der Bau der Bundesstraße 96, den das Landesamt für Straßenbau und Verkehr in diesem Jahr fortführen will, nicht vorankommen. Die Stützmauer ist mit 350 000 Euro veranschlagt. Gebaut werden muss auch an der Kottmarsdorfer Straße. Hier macht Wasser von den Feldern Probleme und führte in der Vergangenheit zu Überschwemmungen im Freibad, erklärt Noack. Für 35 000 Euro sollen Schäden in der Kita „Oberlandknirpse“ an der Sachsenstraße beseitigt werden. Auch das ist eines der wichtigen Vorhaben für dieses Jahr.

Viele der Arbeiten spielen sich aber auch an der Spree ab. Deshalb ist Eile geboten, die Arbeiten auszuschreiben und in Gang zu bringen. Denn im oder am Gewässer darf nur dann gearbeitet werden, wenn sich die Fische nicht in der Laichzeit befinden. Und das ist eben die Zeit zwischen Mai und Oktober. Nun muss die Stadt für die Vorhaben, die sie für dieses Jahr auf die Prioritätenliste setzt, einzelne Förderanträge stellen, damit das Geld gezahlt wird. „Das Ziel ist, bis Ende März alle Anträge gestellt zu haben“, so Bernd Noack.

Ob der Plan in diesem Jahr zu schaffen ist, wird davon abhängen, ob alles rechtzeitig in Auftrag gegeben werden kann und wie die Arbeiten vorankommen. „15 Baustellen sollten wir aber wenigstens schaffen“, blickt Noack hoffnungsvoll voraus.

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