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Knappe Mehrheit für neue Radwegbrücke

Der Altstädter Ortsbeirat stimmt für eine Verbindung zwischen Pieschen unddem Ostragehege.

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Von Peter Hilbert

Zwischen Pieschen und dem Ostragehege könnte eine Fuß- und Radwegbrücke gebaut werden. Das soll die Stadt prüfen. Diesen Vorschlag hat die CDU-Stadtratsfraktion vorgelegt. Ähnliche Ideen haben auch andere, so die Bürgerfraktion. Bei deren Vorstoß ging es zusätzlich darum, ob sich eine Verlängerung der Straßenbahn von der Messe nach Pieschen rechnet.

Wie umstritten ein derartiges Vorhaben ist, wurde zur jüngsten Altstädter Ortsbeiratssitzung deutlich. Nach heftiger Debatte sprach sich das Gremium allerdings mit einer Mehrheit von einer Stimme für die CDU-Idee aus.

Bis Anfang der 1990er-Jahre gab es eine regelmäßige Fährverbindung zwischen dem Ostragehege und Pieschen, verwies der Pieschener Ortsbeirat und CDU-Ortschef Veit Böhm auf die Vorgeschichte. Ein Test zum Kirchentag habe aber gezeigt, dass bei einer Fährverbindung Kosten und Nutzen in keinem sinnvollen Verhältnis stehen.

Im Zusammenhang mit dem Bau der Molenbrücke sei die Idee entstanden, doch auch eine Verbindung für Fußgänger und Radfahrer über die Elbe zu schaffen. Nach dem CDU-Vorschlag soll die vom Ballhaus Watzke bis zum Ende der Pieschener Allee reichen. Als Kosten für die Rad- und Fußwegbrücke nannte Böhm 2,5 bis drei Millionen Euro. Dafür gebe es auch Fördermöglichkeiten.

Ortsbeirat Jürgen Dudeck von den Grünen warnte davor, den Bürgern zu viel zu versprechen.

Ortsamtsleiter André Barth erläuterte, dass das städtische Bauressort die Brückenidee bis Ende Juli dieses Jahres prüfen will. Selbst bei positivem Ausgang könnte das Vorhaben jedoch nicht schnell realisiert werden. „So eine Planung wird nicht unter fünf Jahren abgehen“, sagte er. Die Kosten von drei Millionen Euro hält er für unrealistisch. „Sie werden viel höher“, so Barth.