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Knöchel-Schule braucht neue Lehrer

Eltern sollten gestern erfahren, welche Schule ihr Kind nach den Ferien besuchen wird. Doch noch ist nicht alles geklärt.

Von Katarina Lange und Dirk Schulze

Manche Eltern dürften gestern überrascht gewesen sein, als sie in den Briefkasten geschaut haben. Denn statt den Bescheid für die künftige Schule ihrer Kinder zu erhalten, wurde ihnen per Zeitung mitgeteilt, dass die angehenden Fünftklässler das Schreiben erst eine Woche später erhalten. Und nicht wie angekündigt am 5. Juni.

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Katrin Reis, Sprecherin der Sächsischen Bildungsagentur in Dresden, hofft bei den Eltern auf Verständnis. Grund für die Verzögerung seien ein nicht abgeschlossenes Einstellungsverfahren sowie noch laufende Abstimmungen hinsichtlich der Klassenbildung an einzelnen Standorten. Am 12. Juni würden die Bescheide für die fünften Klassen an Oberschulen und Gymnasien aber definitiv in den Briefkästen stecken, kündigt Reis an.

Knöchel-Schule braucht neue Lehrer

An der Sebnitzer Knöchel-Oberschule waren die Briefe an die Eltern schon versandfertig, als am Mittwochvormittag per E-Mail das Stoppsignal aus dem Kultusministerium kam. „Wir dürfen noch keine Zusicherung geben“, sagt Schulleiter Jörg Hubert. Für die Eltern tut ihm das leid. Hubert geht allerdings nicht davon aus, dass seine Schule von Änderungen in der Klassenbildung betroffen ist. 78 Kinder sind für die neuen fünften Klassen an der Knöchel-Oberschule gemeldet, drei Klassen werden also mit rein rechnerisch je 26 Schülern ordentlich voll. Der Klassenteiler liegt bei 28, „Da ist eigentlich kein Spielraum“, sagt Hubert. Der Schulleiter hat Bedarf an vier neuen Kollegen angemeldet, wie viele davon bewilligt werden, ist noch unklar.

Auch das Goethe-Gymnasium in Sebnitz muss die Eltern eine Woche länger im Unklaren lassen. „Das ist nicht schön“, äußert Schulleiter Andreas Seltmann. Hier haben sich für das kommende Schuljahr 65 Fünftklässler angemeldet. Einen akuten Lehrermangel hat das Gymnasium nicht.

Neustadt hält an Planung fest

Klaus Anders, Schulleiter an der Friedrich-Schiller-Oberschule in Neustadt, sieht das Thema ebenfalls gelassen. „Dass die Schulbescheide sich verspäten, ist doch kein Beinbruch“, sagt er. Es sei zwar schade, dass der versprochene Termin nicht gehalten wird. Aber die eine Woche würden sich die Eltern sicher noch gedulden können. Anders glaubt nicht, dass seine Planung für das neue Schuljahr im Nachgang noch einmal geändert werden muss. „Das betrifft eher die Schulen in Ballungszentren wie Dresden “, ist er überzeugt. Für die Schulen auf dem Lande erwartet er hingegen keine Probleme. Die Neustädter Oberschule hätte zudem keinen Bedarf an weiteren Lehrern angemeldet. „Mit meinem Kollegium kann ich das kommende Schuljahr solide arbeiten. Aber abgeben kann ich eben auch keinen Pädagogen“, betont er.

Die Ludwig-Renn-Oberschule in Stolpen hatte die Briefe an die Eltern schon fertig eingetütet, als der Anruf aus der Behörde in Dresden kam. „Die Entscheidung müssen wir so akzeptieren“, sagt Schulleiter Uwe-Jens Neubert. Insgesamt 63 Fünftklässler haben sich in Stolpen angemeldet. „Damit ist unsere Dreizügigkeit eigentlich sicher“, erklärt er. Mit unangenehmen Überraschungen rechnet Neubert deshalb nicht.