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Koala-Weibchen verliert sein Jungtier

Herber Rückschlag im Dresdner Zoo: Koala-Weibchen Sydney ist nicht mehr trächtig. Ihre Pfleger sind trotzdem zuversichtlich.

Der Zoo Dresden hatte auf Nachwuchs gehofft - doch Sydney hat ihr Jungtier verloren.
Der Zoo Dresden hatte auf Nachwuchs gehofft - doch Sydney hat ihr Jungtier verloren. © Sven Ellger

Schlechte Nachrichten beim erhofften Nachwuchs: Wie der zoologische Leiter Wolfgang Ludwig bestätigt, hat das Weibchen sein Jungtier verloren. "Schon vor einiger Zeit hat sich Sydneys Verhalten unerwartet verändert. Erst war sie sehr verschlossen, dann plötzlich wieder zugänglich", sagt Ludwig. Die Pfleger haben daraufhin ihre Chance genutzt und einen Blick in den bisher von ihr streng geschützten Beutel geworfen, der leer war. 

"Wir denken, dass sie trächtig war und das Jungtier rausgefallen oder auf andere Art verschwunden ist", sagt Ludwig. Nach der Geburt, die bei Sydney nicht beobachtet wurde, krabbelt das nur etwa zwei Zentimeter große Jungtier am Bauch der Mutter empor, kriecht in den Beutel und saugt sich dort fest. Womöglich sei das Jungtier im Beutel gestorben und dann vertrocknet. "Bei so jungen Weibchen ist das auch nicht ungewöhnlich. Aber ich habe mich schon sehr geärgert", sagt Ludwig.

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Seit Mitte April lebt das neue Koala-Weibchen Sydney im Zoo Dresden. 
Seit Mitte April lebt das neue Koala-Weibchen Sydney im Zoo Dresden.  © Sven Ellger

Sydney lebt erst seit Mitte April im Dresdner Zoo. Nur wenige Wochen nach ihrer Ankunft hatte sie sich mit Männchen Mullaya gepaart. Bisher wurde sie noch nicht wieder mit ihm zusammen gelassen. Das passiert erst, wenn sie wieder Anzeichen von "Hitze" zeigt, wie die Zoologen sagen. Auch wenn der Verlust des Jungtiers, das sich nach einem halben Jahr und damit vermutlich rund um Weihnachten erstmals aus dem Beutel getraut hätte, schwer ist, zeigt sich Ludwig zuversichtlich. Sydney habe als junges Weibchen noch viel Zeit für einen weiteren Anlauf.

Allerdings gibt es auch an anderer Stelle schlechte Nachrichten. Zwar hat Elefantenbulle Tembo mehrmals alle drei Elefantenkühe gedeckt. Allerdings haben die Urinproben gezeigt, dass bei Mogli und Sawu mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Trächtigkeit vorliegt. Laut Ludwig bestehe nur noch bei Drumbo eine reele Chance, weil diese als Letzte gedeckt worden war. Die nächsten aussagekräftigen Laborergebnisse wird es wohl Ende September oder Anfang Oktober geben.

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Drumbo ist die einzige der drei Kühe, die mit dem Bullen Thabo Umasai bereits einmal Nachwuchs ausgetragen hatte. Der Dresdner Zoo hat Elefantenbulle Tembo eigens mit dem Ziel, für Nachwuchs zu sorgen, Ende vergangenen Jahres nach Dresden geholt. Da die Elefantendamen einen langen Zyklus haben, besteht erst in einigen Wochen wieder die Chance auf die Fortpflanzung. Dass es überhaupt klappt, wird mit der Zeit allerdings immer unwahrscheinlicher, da die drei Elefantenkühe schon recht alt sind.

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