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Königsbrück macht Geld für die Turnhalle locker

Das Gerangel um die neue Turnhalle geht jetzt scheinbar in die letzte Runde. Der Stadtrat votierte am Montagabend einstimmig für den Neubau auf dem Sportgelände an der Käthe-Kollwitz-Straße. Dass eine neue Turnhalle dringend gebraucht wird, darüber sind sich die Königsbrücker längst im Klaren.

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Von Manuela Reuß

Das Gerangel um die neue Turnhalle geht jetzt scheinbar in die letzte Runde. Der Stadtrat votierte am Montagabend einstimmig für den Neubau auf dem Sportgelände an der Käthe-Kollwitz-Straße.

Dass eine neue Turnhalle dringend gebraucht wird, darüber sind sich die Königsbrücker längst im Klaren. Wo sie allerdings stehen soll, darüber gingen die Meinungen in der Vergangenheit schon mal auseinander. Schließlich hat das Landratsamt als Bauherr dabei ein gewichtiges Wörtchen mitzureden. Mehrere Standorte waren im Gespräch, den am Sportgelände favorisieren inzwischen alle Beteiligten. Gut so. Denn die Zeit drängt. Das machte auch Mittelschul-Leiterin Sigrun Kreher, die als Gast an der Sitzung teilnahm, deutlich. Die Schüler ihrer Schule fahren derzeit zum Sportunterricht nach Schwepnitz. Drei Jahre habe das Regionalschulamt die Übergangsregelung genehmigt. „Ein Jahr haben wir schon verloren“, betonte sie. Blieben nur noch zwei für Planung und Bau.

Gebaut werden soll eine Zwei-Feld-Halle mit 80Zuschauerplätzen. So eine Halle wünsche sich auch der Kreissportbund, erklärte Bürgermeister Jürgen Loeschke den Räten. Denn zwischen Ottendorf-Okrilla, Kamenz und Hoyerswerda gäbe es keine weitere in dieser Größenordnung. Der Stadtrat wird sich auch an der Finanzierung des Projektes zu beteiligen. Maximal eine Million Euro will Königsbrück lockermachen, allerdings nur im Falle einer 50-prozentigen Förderung seitens des Kultusministeriums. „Die restlichen 500000 wird Frau Kreische in sämtlichen Ritzen des Rathauses zusammenkratzen“, bedeutete der Bürgermeister scherzhaft in Richtung Kämmerin. Vielleicht müsse man dann auch das eine oder andere Vorhaben vorerst zurückstellen.

Der Rat nahm den Vorschlag einhellig an. „Es wird Zeit dass wir diesen Beschluss fassen“, erklärte Wolfgang Kopischke (DSU). Da es um einen Grundsatzbeschluss ging, wurde auf Antrag von Joachim Glitzner (Freie Wähler) über Detailfragen wie Umfeldgestaltung, Zufahrten, Parkplätze oder Planungskosten in einen zweiten Beschluss befunden. Eine Bushaltestelle sollte an dem neuen Turnhallenstandort auf jeden Fall ins Auge gefasst werden, unterstrich Wolfgang Wächter (Freie Wähler). Das sei für die Schulkinder einfach sicherer. Auch Sigrun Kreher wünscht sich die Busanbindung. Immerhin wolle man künftig noch mehr sportliche Neigungskurse und Arbeitsgemeinschaften anbieten, so dass Schüler mehrmals pro Woche in die Halle müssten. Das der Neubau jetzt in greifbare Nähe rückt freut sie – nicht nur als Schulleiterin: „Es wird nicht nur eine Turnhalle für uns allein, sondern für die ganze Stadt.“