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Körse-Therme: Das sagt der Landrat

Zur Rettung des Bades signalisiert Michael Harig weiterhin Hilfsbereitschaft des Kreises. Aber er richtet auch einen klaren Appell an die Mitgliedsgemeinden.

Die Körse-Therme in Kirschau hat nach der Corona-bedingten Pause noch nicht wieder geöffnet. Ihr droht das komplette Aus. Der Landkreis signalisiert Hilfsbereitschaft bei der Rettung des Bades.
Die Körse-Therme in Kirschau hat nach der Corona-bedingten Pause noch nicht wieder geöffnet. Ihr droht das komplette Aus. Der Landkreis signalisiert Hilfsbereitschaft bei der Rettung des Bades. © SZ/Uwe Soeder

Bautzen/Schirgiswalde-Kirschau. Eine Tatsache steht für Bautzens Landrat Michael Harig (CDU) außer Frage: Das von Schließung bedrohte Freizeitbad Körse-Therme in Kirschau hatte und habe eine hohe Bedeutung für die Region. Darüber hinaus zeige die Herkunft der Besucher, die weit über das Verbandsgebiet hinausgeht, dass die Einrichtung ihren touristischen Auftrag erfülle. "Wir sehen die überregionale Verantwortung und wollen uns dieser stellen", machte Harig im Gespräch mit Sächsische.de deutlich.

Ganz konkret sei man bereits im Gespräch darüber, wie man den vier Gemeinden Schirgiswalde-Kirschau, Sohland, Obergurig und Beiersdorf dabei helfen kann, die Sanierung des 22 Jahre alten Bades zu finanzieren, die Corona-bedingten Einnahmeausfälle zu kompensieren und ein zukunftsfähiges Betreiberkonzept zu etablieren. "Nicht nur als Landrat, auch als Bürger sage ich, wir werden alles dafür tun, diese Einrichtung zu qualifizieren, zu entwickeln und zu erhalten. In der Verantwortung steht dennoch zuerst der Zweckverband", so Harig.

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Diesen bittet er zuerst um saubere Arbeit: "Es liegt bislang kein konkreter Antrag des Zweckverbandes vor, um das Thema im Kreistag einzubringen", betont Michael Harig mehrfach. Erst auf dieser Basis könne überhaupt über Unterstützungsmöglichkeiten für die Körse-Therme beraten werden.

In seine Überlegungen müsse der Kreistag dann auch die Situation jener Bäder der Region einbeziehen, die ein ähnliches Angebot wie die Körse-Therme selbst haben. Harig nennt hier Kamenz, Hoyerswerda und Bautzen. 

Bautzens Landrat Michael Harig (CDU) will die Körse-Therme retten. In der Pflicht sieht er aber zuerst den Betreiber-Verband.
Bautzens Landrat Michael Harig (CDU) will die Körse-Therme retten. In der Pflicht sieht er aber zuerst den Betreiber-Verband. © Uwe Soeder

Darüber hinaus appelliert er an die Trägergemeinden, das Bad so schnell wie möglich wieder zu öffnen. "Eine solche Einrichtung gerät sonst sehr schnell in Vergessenheit und nimmt in ihrer Bedeutung ab", warnt er. Zumindest aber müsse zeitnah die Weiterbeschäftigung der rund 30 Angestellten abgesichert werden. "Wir müssen das Personal unbedingt halten, denn gerade im Badbereich herrscht enormer Fachkräftemangel. Alles hängt hier mit allem zusammen", sagt Harig.

Um die vielschichtigen Problemlagen rund um die Körse-Therme zu beseitigen, erwartet er von den Verbandsgemeinden jetzt vor allem eine fundierte Strategie. Die habe in der Vergangenheit bisweilen gefehlt. So hätten die Mitgliedsgemeinden etwa verpasst, Rücklagen für die absehbare Badsanierung zu bilden. Auch wegen solcher Versäumnisse unterstütze der Landkreis den Zweckverband bereits seit 2018 mit einem nicht unerheblichen Betrag pro Jahr, so Harig.

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