SZ +
Merken

Körse-Therme wird um Sole-Stollen erweitert

Kirschau. Der Anbau soll ab Sommer 2007 nutzbar sein. Die Eintrittspreise erhöhen sich durch die neue Attraktion nicht.

Teilen
Folgen

Von Katja Schäfer

Mit einem Sole-Stollen wird das Freizeit- und Gesundheitsbad Körse-Therme in Kirschau erweitert. Nach monatelangem Ringen gibt es jetzt grünes Licht für die Realisierung des Vorhabens. „Alle Voraussetzungen sind erfüllt. Wir bekommen den Zuwendungsbescheid“, freut sich Dietmar Sußig, Bürgermeister von Kirschau und Vorsitzender des Bäderzweckverbandes. Der vorzeitige Baubeginn ist genehmigt; im Dezember soll mit den Arbeiten begonnen werden.

Die Investition hat einen Umfang von 366 500 Euro. 75 Prozent davon sind Fördermittel. Der Eigenanteil des Verbandes beläuft sich auf knapp 103 500 Euro. Aufgebracht wird er durch einmalige Zuschüsse der Mitglieder Kirschau, Sohland, Schirgiswalde, Crostau, Obergurig und Beiersdorf. 35 000 Euro entfallen zum Beispiel auf Kirschau, 10 000 Euro auf Crostau.

Der Sole-Stollen soll die Attraktivität der Körse-Therme, die seit acht Jahren in Betrieb ist, erhöhen, den Gesundheitscharakter aufwerten und so mehr Besucher anziehen. Er wird direkt an das bestehende Sole-Bad angebaut, das er inhaltlich ergänzt. Zentrum des Sole-Stollens ist ein Gradierwerk. In dem zirka 75 Quadratmeter großen Raum mit verschiedenen Sitz- und Liegeplätzen ist die salzhaltige Luft etwa 35 Grad warm. Wird sie eingeatmet, sorgt das für eine Befeuchtung der Atemwege. Die Schleimhäute schwellen ab. Außerdem gilt salzhaltige Luft als entzündungshemmend sowie vorteilhaft bei chronischer Bronchitis und Nebenhöhlenentzündungen. Auch eine Vitalisierung bei Ermüdungserscheinungen sowie ein wohltuender Einfluss auf das vegetative Nervensystem wird ihr zugeschrieben. Eine Bernstein- und eine Salzgrotte ergänzen das Gradierwerk. Das sind je neun Quadratmeter große Meditationsräume mit Hintergrundmusik und Lufttemperaturen zwischen 40 und 45 Grad Celsius.

Eröffnung im Sommer geplant

Die Eröffnung des Sole-Stollens wird für den Sommer 2007 angestrebt. „Im Zusammenhang damit erfolgt keine Erhöhung der Eintrittspreise“, betont Matthias Waurick, Geschäftsführer der Körse-Therme. Im Zweckverband ist die Bad-Erweiterung umstritten. Die Beschlüsse zum Bau des Sole-Stollens und zur Zahlung der Sonderumlage wurden zwar mehrheitlich gefasst. Die Stadt- und Gemeinderäte von Schirgiswalde und Crostau stimmten der Bereitstellung des Geldes aber nicht zu, und Beiersdorf kann keine freiwilligen Ausgaben tätigen, weil es sich in der Haushaltskonsolidierung befindet. Letztendlich sind alle Mitglieder an die Verbandsbeschlüsse gebunden.