merken
PLUS

Döbeln

Koitsch-Doppelsieg im Starkregen

Die Döbelner Estonia-Piloten dominieren den vorletzten Lauf der Formel Mondial. Danach läuft es nicht mehr so optimal.

Ein seltenes Bild: Zweimal Koitsch auf dem Siegerpodest. In Brno gewann Toni (Mitte) vor seinem Onkel Jörg (links) den neunten Saisonlauf der Formel Mondial.
Ein seltenes Bild: Zweimal Koitsch auf dem Siegerpodest. In Brno gewann Toni (Mitte) vor seinem Onkel Jörg (links) den neunten Saisonlauf der Formel Mondial. © Team/privat

Motorsport. Die Hoffnung, den Meistertitel der Formel Mondial – im Rahmen der Historischen Automobilinteressengemeinschaft Ost (Haigo) – noch aus dem Feuer zu reißen, hielten sich bei Toni Koitsch und seinem Team KSW-Motorsport in Grenzen. Dennoch war der Ex-Champion im tschechischen Brno angereist, um seine theoretischen Chance auf den ersten Platz aufrecht zu halten.

Zwei Ausfälle hatten den Döbelner Piloten mit 19 Punkten gegenüber Vorjahressieger Nils-Holger Wilms aus Coswig ins Hintertreffen kommen lassen. Daran änderten auch die bis dahin vier Laufsiege nichts. Und auch die Vorzeichen für die beiden Rennen auf dem mährischen Traditionskurs schienen nicht gut. 

Anzeige
spektakuläres Autokino bei Cars and Stars
spektakuläres Autokino bei Cars and Stars

Eines der größten Autokinos Deutschlands steht im Dresdner Ostragehege

Toni Koitsch hatte nach dem Ausfall auf dem Lausitzring vor zwei Wochen sein Lada-Triebwerk tauschen müssen. Beim neuen Motor fehlte noch Leistung. „Drei, vier, fünf Prozent – wer weiß das so genau? Auf alle Fälle macht sich das entscheidend bemerkbar“, sagte Vater Gerd Koitsch. So spielte es Toni Koitsch in die Karten, dass es im ersten Lauf wie aus Eimern schüttete. 

Einmal mehr wurde er seinem Ruf als Regengott gerecht, beherrschte das Rennen und holte souverän seinen fünften Saisonsieg. Die Sensation vollbrachte allerdings sein weniger erfolgsverwöhnter Teamgefährte Jörg Koitsch. Der fuhr ein grandioses Rennen. 

Von Platz zehn gestartet, holte er mit Riesenschritten auf und stellte seinen Estonia 25 überraschend neben den seines Neffen auf Platz zwei. In der Gesamtwertung änderte das allerdings nicht viel, denn Wilms wurde Dritter und wahrte den Großteil seines Vorsprungs.

Somit hätte nur ein Ausfall des Routiniers im letzten Saisonrennen Toni Koitsch eine Chance auf den Gewinn des Titels gelassen. Bei kaltem und trübem Wetter, aber trockener Strecke, zeigte sich das Lada-Aggregat des Wahlroßweiners jedoch noch nicht restlos konkurrenzfähig. So belegte der Mittelsachse Platz drei und wurde mit Siegen in der Hälfte aller Meisterschaftsrennen in der Gesamtwertung der Formel Mondial Zweiter hinter Laufsieger Wilms.

Jörg Koitsch konnte ebenfalls nicht an den Auftritt des Vortages anknüpfen. Zwar legte er einen tollen Start hin und fuhr eine super erste Runde, doch nach dieser fiel er mit Motorproblemen aus. Dennoch zeigte er sich mit dem dem Saisonabschluss zufrieden. „Der zweite Platz war doch in Ordnung und erfreulich“, sagte er und fügte an: „Daran ändert auch nichts, dass im zweiten Rennen der Motor zerflogen ist.“

Mehr zum Thema Döbeln