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Kokenge will ein Teststudienjahr statt Eignungstest

Dresden. Ein Basisstudienjahr könnte Nagelprobe fürs Studium werden. Studenten im ersten und zweiten Semester an der Technischen Universität Dresden könnten es künftig absolvieren, geht es nach dem Willen des alten und neuen Rektors, Professor Hermann Kokenge.

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Dresden. Ein Basisstudienjahr könnte Nagelprobe fürs Studium werden. Studenten im ersten und zweiten Semester an der Technischen Universität Dresden könnten es künftig absolvieren, geht es nach dem Willen des alten und neuen Rektors, Professor Hermann Kokenge. In diesem Jahr ließe sich die Eignung eines Studenten für das gewählte Fach besser beurteilen als durch Eignungstests vorab, sagt der Rektor. Prüfungen würden den Eindruck abrunden.

Viele Erstsemester hätten zu Studienbeginn verschwommene Vorstellungen von ihrem Wahlfach. „Klarheit“ und „Orientierung“ verspricht sich Kokenge von einem Testjahr, und zwar für die Alma Mater wie für angehende Akademiker. Letztere könnten ohne komplizierte Anerkennungsverfahren bisheriger Leistungen zwischen ähnlichen Fachrichtungen wechseln. Das Jahr würde anerkannt und wäre nicht, wie bisher, verlorene Zeit. Die Universität müsste weniger Abbrecher in höheren Studienjahren verkraften. Dazu müssten die Studienpläne der Fakultäten angenähert und Vorschriften gelockert werden.

Mehr Autonomie für die TU nannte Kokenge als wichtigstes Ziel seiner zweiten Amtszeit. Bei Hochschulstrukturen, Finanzen und der Bewirtschaftung der Gebäude fordert er mehr Mitspracherecht. (kt)