merken
PLUS Niesky

Wasser bleibt ein kostbares Nass

Wie die Landwirte den Spagat zwischen Trockenheit und Ernte hinbekommen wollen, kommentiert SZ-Redakteur Steffen Gerhardt

© Armin Weigel/dpa

Dürre. Das Wort kannte man bisher nur aus den Ländern auf der südlichen Erdhalbkugel. Seit zwei, drei Jahren ist die Dürre auch in Deutschland angekommen. Wer freut sich nicht über Sonnenschein und blauen Himmel? Wer seinen Beruf unter freiem Himmel ausübt, weiß das so oder so zu schätzen. Für die Landwirte bringt diese anhaltende Schönwetterlage mehr Last als Lust in ihren Beruf. Denn vor den Bauern steht auch in der Oberlausitz das dritte trockene Jahr, das schnell ein Jahr der Dürre werden kann.    

Ein Landwirt sagte mir: Es gibt nur zwei Alternativen. Entweder man passt sich dem an oder hört ganz auf. Somit kommt auch in diesem Jahr wieder das Bangen um die eigene Existenz, wenn die Ernte schlecht ausfällt und die Erzeugerpreise im Keller sind. Und nicht nur das. Getreide wächst nicht nur auf deutschen Böden. Nordamerika und Osteuropa könnten die Welt mit Körnern zuschütten, wenn nicht dort auch das Wetter zu Missernten führt. Versorgt wird die Menschheit heute global. Und dass Lebensmittel wie Aktien an der Börse gehandelt werden dürfen, beeinflusst ebenso ihren Preis.    

StadtApotheken Dresden
Die StadtApotheken Dresden sind für Sie da
Die StadtApotheken Dresden sind für Sie da

Die StadtApotheken Dresden unterstützen Sie bei einer gesunden Lebensweise und stehen Ihnen sowohl mit präventiven als auch mit therapeutischen Maßnahmen, Arzneimitteln und Gesundheitsprodukten zur Seite.

Weiterführende Artikel

Kündigt sich eine neue Dürre an?

Kündigt sich eine neue Dürre an?

Die Trockenheit weckt schlimme Befürchtungen bei den Landwirten. Die Wahrheit liegt in 1,80 Metern Tiefe.

Wie kommen also die Landwirte durch das wahrscheinlich dritte trockene Jahr? Ihre Pflanzen brauchen Wasser. Kommt das nicht von oben, muss es auf die Felder gebracht werden. Aber Beregnungsanlagen wie zu LPG-Zeiten sind heute zu kostenintensiv. Da wiegelt jeder Ökonom ab. Hinzu kommt, dass die Gewässer inzwischen nur ein Drittel ihres üblichen Wasserstandes haben, manche ganz ausgetrocknet sind. Also bleibt nur, auf die Einsicht von Petrus zu warten?   

Mehr Nachrichten aus Görlitz lesen Sie hier:

Mehr Nachrichten aus Niesky lesen Sie hier:

Mehr zum Thema Niesky