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Arbeitszeitgesetz muss nachgebessert werden

SZ-Redakteur Thomas Mielke über die Vorteile für Arbeitnehmer und Nachteile für Arbeitgeber.

Von Thomas Mielke
 2 Min.
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- © Bilder; dpa/SZ

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Das Alte Kurhaus in Lückendorf bedient ab sofort nur noch Hausgäste. Der Grund ist derselbe wie bei anderen, die diesen Schritt schon gegangen sind.

Das Arbeitnehmer nicht mehr zu Dumpinglöhnen und nicht mehr als zehn Stunden am Stück arbeiten müssen, ist zweifellos eine Errungenschaft der neueren Zeit. Gerade hier im Osten. Zu lange konnten die Schwarzen Schafe unter den Arbeitgebern nach der Wende mit ihren Mitarbeitern umspringen wie sie wollten. Vor dem Tor standen ja genügend Leute, die nachgerückt wären, wenn sich ein Arbeitnehmer Schikanen nicht gefallen lassen hätte. Doch völlig ungetrübt ist die Freude über das Mindestlohn- und das Arbeitszeitgesetz nicht. Gerade hier im Osten. Dienstleister wie die Wirte können die Preise nicht so deutlich anheben, dass alle Mehrkosten eins zu eins bei den Kunden landen. Zu nah liegen die Restaurants in Polen und Tschechien mit ihren Niedrigpreisen, zu gering sind die Durchschnittsverdienste im Dreiländereck. Und das Arbeitszeitgesetz ist zu starr. Warum nicht einen Kellner - der das freiwillig macht und dafür andere Tage komplett frei bekommt - so lange arbeiten lassen, bis der letzte Gast gegangen ist? An diesem Punkt ist die Politik, die mit den Gesetzen tatsächlich mal was für die Bürger getan hat, gefragt. In Abstimmung mit beiden Seiten und bei Wahrung der Interessen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern muss sie zumindest an diesem Punkt nachbessern.

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