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Signal auf Grün für Teststrecke in Niesky

Bisher war der Strukturwandel in der Lausitz nur Theorie. Mit der Ankündigung der Millionen für die Bahnforschung wird er nun konkret, meint Frank-Uwe Michel.

© MediaPortal der Deutschen Bahn

Der 17. Juni wird für Niesky, ja für die ganze Region, ein besonderer Tag. Dann nämlich stellt Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig das Projekt vor, das in der Stadt an der B 115 demnächst umgesetzt werden soll. Mit dem Testzentrum für Eisenbahntechnik beschreitet der Freistaat nicht nur einen völlig neuen Weg, sondern setzt zusammen mit dem Land Brandenburg auch ein unverkennbares Zeichen: Strukturwandel kann gelingen, wenn innovative Ideen zum Zuge kommen. Und wenn man die richtigen Partner um sich versammelt hat. Die beiden Bundesländer, wenn auch von unterschiedlichen Koalitionen regiert, gehen gemeinsam voran, wenn es um die Zukunft der Lausitz geht.

Gerade in Ostsachsen wird man die Nachricht vom Testgelände für die Eisenbahnzukunft mit Interesse und vor allem Freude aufnehmen. Gilt die Region doch schon seit Jahrzehnten als Kompetenzregion für den Schienenfahrzeugbau. Dass der mit der unsicheren Aussicht der beiden Bombardier-Standorte Görlitz und Bautzen nun eine Stärkung erhält, ist hochwillkommen. Aber auch die Nieskyer Waggonbauer hoffen auf Synergieeffekte, die diese Teststrecke für ihr Werk bringen könnte. Schließlich liegt sie fast vor dem Werktor. 

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Bleibt zu hoffen, dass auch der Bund seine Verpflichtung erfüllt und das Strukturstärkungsgesetz noch vor der Sommerpause beschließt. Sonst könnte der Hoffnungsschimmer für Niesky und die Region doch noch einen herben Dämpfer erfahren. Denn Enttäuschungen gab es in den vergangenen Jahren auch im Nieskyer Raum - wie das BMW-Werk für Kodersdorf oder die chinesischen Elektroautos aus Rothenburg.   

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