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So ein Mann gehört nicht in die Polizei

SZ-Redakteur Jürgen Müller über das Gerichtsverfahren gegen einen Polizisten.

Die Behörde muss reagieren, um ihre Mitarbeiter zu schützen, kommentiert Jürgen Müller.
Die Behörde muss reagieren, um ihre Mitarbeiter zu schützen, kommentiert Jürgen Müller. © SZ/Uwe Soeder

Es ist noch nicht so lange her, da gehörten Polizisten zu den angesehensten Berufsgruppen in Deutschland. Das hat sich mittlerweile geändert. Polizeibeamte haben derzeit einen schweren Stand. Vor allem aus der linken Ecke werden sie angefeindet. In einer linken Tageszeitung wurden sie gar als „Müll“ bezeichnet.

Der Hass auf Polizisten ist in keiner Weise nachvollziehbar. Sie sind es, die dafür sorgen, dass Recht und Gesetz eingehalten werden. Sie sind es, die im wahrsten Sinne des Wortes ihren Kopf für unsere Sicherheit hinhalten. Dafür gebührt ihnen Dank statt Häme.

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Nicht auf die ganze Polizei schließen

Umso ärgerlicher ist es, wenn einzelne schwarze Schafe die Polizei in Misskredit bringen. So ist es auch in dem Fall, als ein damaliger Polizist des Revieres Meißen jetzt wegen Trunkenheit im Verkehr vor Gericht stand. Vor allem das Verhalten des jungen Mannes ist nicht akzeptabel. Statt zu seiner Tat zu stehen und Reue zu zeigen, suchte er nach Ausreden und Begründungen für sein Fehlverhalten.

Natürlich ist es nicht verboten, sich wegen privater Probleme zu betrinken. Doch ein Freibrief, sich danach betrunken ins Auto zu setzen, ist das nicht, für niemanden und vor allem nicht für einen Polizisten, der eine Vorbildfunktion hat.

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Von diesem Einzelfall darf aber keineswegs auf die gesamte Polizei geschlossen werden. Pauschale Urteile sind völlig unangebracht. Die meisten Polizisten leisten eine gute und verantwortungsvolle Arbeit. Dies darf durch solche Fälle nicht in Misskredit gebracht werden. Der Betreffende ist nicht nur charakterlich ungeeignet zum Führen eines Kraftfahrzeuges, sondern offensichtlich auch als Polizeibeamter.

Die Behörde muss reagieren, um ihre Mitarbeiter zu schützen. Um es deutlich zu sagen: So ein Mann gehört nicht in die Polizei!

E-Mail an Jürgen Müller.

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