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Badevergnügen mit Abstand

Auch in Corona-Zeiten sollen die Nieskyer und ihre Gäste auf den Badespaß nicht verzichten. Das meint SZ-Redakteur Steffen Gerhardt.

© André Schulze

Wie war das noch im vergangenen Jahr, als die Sonne die Quecksilbersäule über 30 Grad Celsius trieb und halb Niesky Abkühlung im Waldbad Niesky suchte? Da lagen sie da, die Badegäste, wie Ölsardinen in der Dose. Kaum Platz zu bekommen auf der Liegewiese und auch in den Wasserbecken ging es eng zu. Gewiss, die Stadtwerke Niesky als Betreiber des Waldbades freuen sich über so eine Besucherresonanz. Bringt sie doch genügend Einnahmen für den Badebetrieb, der ein Zuschussgeschäft ist. 

Ein ganz anderes Bild in diesen Tagen. Auch wenn die Quecksilbersäule wieder dabei ist, die 30 Grad zu erreichen, sieht man nur vereinzelt Badegäste in dem Freizeitpark am Wasserturm. Natürlich, jetzt hat man genügend Platz, wird dazu sogar angehalten, mindestens eineinhalb Meter Abstand zu den nächsten Badegästen zu halten. Jetzt kommt einem wirklich keiner zu nahe. Und dennoch traut man sich nicht so richtig, sich ins Badevergnügen zu stürzen.   

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Ein Magnet für die Stadt

Die Einschränkungen durch Corona tun ihr übriges, dass die Lust am Baden bei den Menschen noch nicht aufkommen will. Rund 1.200 Badegäste zählte das Waldbad erst in dieser Saison. Aber auch das Wetter ist mit schuld, dass es noch nicht mehr Besucher sind. Derweil können die Nieskyer und ihre Gäste froh sein, dass sich die Stadt so eine Freizeitanlage weiter leistet und in sie auch investiert. Angesichts der finanziellen Lage der Stadt ist das keine Selbstverständlichkeit mehr.  

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