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Kommentar: Den Preis zahlen die Verbraucher

Anja Beutler über die Energiewende im Landkreis

Die Lust am Ökostrom beruhte wohl in den vergangenen rund 20 Jahren in den meisten Fällen auf rein wirtschaftlichem Kalkül. Der Staat half bei der Investition, vergoldete dann die entstehenden Kilowattstunden und nahm mit Einspeisegarantien auch ein Stück Unternehmensrisiko. Das war für viele eine feine Sache. Außerdem nutzt vom privaten Häuslebauer bis zum Landwirt so mancher gleich das eigene Produkt und spart Bares ein. Was spricht dagegen, Wind, Sonne, Wasser oder sonst ungenutzte Biomasse als Geschenk anzunehmen?

Diese Vorteile verlieren aber rasch an Charme – nicht nur bei all denen, die eine Verspargelung oder Verspiegelung der Landschaft kritisieren. Wenn die Energieversorger im Kreis ihren Kunden ankündigen, sie erhielten nun nur noch grünen Strom, so klingt das für viele Kunden eher wie eine Bedrohung. Denn die Energiewende – so nötig sie ist – langt direkt in die Portemonnaies der Verbraucher.

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Immerhin kann man dabei noch abwägen: Ist es besser, wenn große Energiekonzerne den Boden umgraben, Kohle verstromen und die Gewinne kaum in der Region bleiben? Oder freut man sich am Ende eher darüber, dass diejenigen, die grüne Energie im Kreis herstellen, dann auch selbst die Gewinne erhalten – das Geld also im Landkreis bleibt?