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Kommentar: Die Mitarbeiter in den Wandel einbeziehen

Tilo Berger über die Veränderungen bei Bombardier

Seit Monaten pfeifen es die Spatzen von den Waggonbau-Dächern: Bombardier will aus den zwei Werken in Görlitz und Bautzen eines machen. Doch ob dem wirklich so ist und wie das vor sich gehen soll, darüber schwieg der Konzern sich aus. Bis die Manager jetzt nicht mehr anders konnten, als mal öffentlich etwas zu sagen. Hätte die IG Metall nicht die Initiative ergriffen und den Wirtschaftsminister sowie die Presse ins Görlitzer Bombardier-Werk eingeladen, ginge das Schweigen wohl noch weiter.

Nicht nur die Öffentlichkeit hat ein Recht darauf, über so tiefgreifende Veränderungen bei einem der größten industriellen Arbeitgeber der Region informiert zu werden. Vor allem müssen die Bombardier-Werker, die fest angestellten wie die geliehenen, Bescheid wissen. Sie brauchen Planungssicherheit für sich und ihre Familien. Natürlich, in der Marktwirtschaft weiß niemand, wie die Auftragslage in zehn Jahren ist. Aber für die nächsten Monate hätte jeder gern Klarheit.

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Was Bombardier in der Oberlausitz vorhat, geht nur mit den Beschäftigten zu machen, nicht über ihre Köpfe hinweg. Sie gehören einbezogen, und die Öffentlichkeit gehört zumindest informiert. Schließlich hat Bombardier die Gelder der Öffentlichkeit, nämlich Fördermittel aus Steuergeldern, stets gern genommen.