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Kommentar: Dresden braucht ein Gründerzeitklima

Bettina Klemm über günstiges Wohnen in der Stadt

Ende des 19. Jahrhunderts ist Dresden bekanntlich schon einmal enorm gewachsen. Dagegen wirken aktuelle Prognosen bescheiden. Im damaligen Gründerzeitklima gab es mehrere Varianten für den Wohnungsbau: Genossenschaften wurden tätig, Betriebe errichteten Wohnungen für Mitarbeiter, das Rathaus wies Stadtgebiete für den Wohnungsbau aus.

So eine Aufbruchstimmung braucht Dresden heute wieder. Die Stadt sollte schnell realisierbare Konzepte vorlegen, damit nicht Wunschvorstellungen die Oberhand gewinnen. Schade, dass der Wohnungsbau Wahlkampfthema wurde. Er verdient ein gemeinsames Agieren der Parteien. Bisher hat es die Stadt nur in wenigen Fällen geschafft, selbst preiswert zu bauen. Warum sollte dies mit einer neuen Woba anders werden?

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Die Stadt sollte bewährte Wohnungsbaugesellschaften fragen, was diese brauchen, um schnell und günstig zu bauen. Die Chancen stehen im Moment gut, denn Geldgeber sind angesichts aktueller Zinsen mit geringen Renditen zufrieden. Augenmaß ist gefordert. Braucht wirklich jede Wohnung eine Tiefgarage?

Dresden sollte zudem Grundstücke für den Wohnungsbau ausweisen, bei denen bewusst maximal nur der Verkehrswert gefordert wird. Im Gegenzug werden günstige Mieten vereinbart.