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Kommentar: Geld ist und bleibt Geld

Anja Beutler über das Geschäft mit der D-Mark

Bis zu 13 Milliarden D-Mark sollen die Deutschen noch horten: In alten Taschen, in Büchern, Sparbüchsen oder Münzgläsern. Eine Wahnsinnssumme. Und ein einträgliches Geschäft. Denn natürlich haben Kaufland und andere D-Mark-Akzeptierer mehr Aufwand mit dem alten Geld. Sie haben aber auch Einnahmen. Einnahmen, die sie sonst vielleicht nicht haben würden. Denn, wer nicht zu einer der Bundesbank-Filialen fahren will, um die alten Restbestände in Kaufkraft umzuwandeln, der muss sich eben Händler suchen, die das alte Westgeld noch akzeptieren. Und die machen dann auch das Geschäft – und wenn es in Form von Gutscheinen ist.

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Daran ist rein gar nichts verwerflich. Es ist eine clevere Idee, eine Lücke, die man als Unternehmer gewieft nutzen kann. Vor allem in Landstrichen wie der Oberlausitz, wo die Wege bis zur Bundesbank seit der Schließung der Filiale in Dresden noch weiter geworden sind. Wer reist schon wegen zehn D-Mark nach Leipzig? Dass es diese Geschäfts-Möglichkeit noch eine Weile geben wird, davon ist auszugehen – und es ist zu begrüßen. Schließlich sind ja noch 13 Milliarden D-Mark im Umlauf. Und hinter diesem Geld stehen auch ganz reelle Werte. Etwas, das bei DDR-Münzen und -Scheinen längst nicht mehr der Fall wäre.

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