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Kommentar: Höchste Eisenbahn

Thomas Staudt über Barrieren in Niesky.

Wer einmal in einem Simulator gesteckt hat, der die körperliche Wahrnehmung älterer Menschen nachempfinden lässt, weiß, was es bedeuten kann, wenn der Körper nur eingeschränkt funktioniert. Die Betroffenen sind von vielen, für Nichtbehinderte völlig selbstverständlichen Alltagsdingen ausgeschlossen oder können sie nur eingeschränkt wahrnehmen. Und ich spreche nicht von Freizeitbeschäftigungen oder vom Vergnügen. Wer keine Treppen steigen kann und in einem Geschäft ohne Rampe oder Fahrstuhl einkaufen möchte oder muss, ist auf Hilfe angewiesen. Schon eine Klingel in entsprechender Höhe könnte vieles erleichtern. Für manche Verbesserungen braucht es nur einen kleinen Schritt.

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