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Der Weg in die alte Normalität ist weit

Die derzeitigen Beschränkungen wegen Corona sind sinnvoll. Aber sie tun auch weh. Doch SZ-Redakteur Matthias Klaus glaubt nicht an ein schnelles Ende.

© Nikolai Schmidt

Seit ein paar Tagen denke ich, wenn ich die SZ lese: Man müsste sich das alles mal aufheben. All diese Veröffentlichungen, alle Artikel, in denen einem schon in der Überschrift "Corona!" entgegenschreit, all diese Anzeigen, Aktionen, die sich letztendlich um das tückische Virus drehen - Corona. 

Das einzig Zuverlässige an dieser Plage ist ihre Unzuverlässigkeit. Wen erwischt es wo und warum? Bin ich mit Ü 50 Risikogruppe? Oder kann es auch Jüngere richtig schlimm an den Kragen gehen? Wann ist es endlich vorbei damit? Wann werden wir uns die Seiten aus der SZ und anderen Zeitungen anschauen und sagen: Meine Güte, weißt Du noch... In ein paar Wochen? In Monaten? In Jahren? Nicht auszudenken.

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Zu einer Aussage dazu wird sich in diesen Tagen kein seriöser Wissenschaftler hinreißen lassen. Zu unbekannt ist diese Größe im Miniformat, die die Welt im Griff hat. Ohne technische Hilfe quasi unsichtbar und doch mit einer Wirkung, die über all das Vorstellbare hinausgeht, mit dem wir in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten zu tun hatten. Jetzt einen schnellen Ausstieg aus den derzeitigen Beschränkungen fordern, ist unverantwortlich, so weh sie uns auch tun mögen. 

Und ja, sie tun weh. Reisen, Tourismus, Gastronomie - am Boden. Und das ist nur ein Teil unseres Lebens. Man muss nicht schauen, was gerade an Nord- und Ostsee los ist, es reicht ein Blick an den Berzdorfer See, ins Zittauer Gebirge, auf abgesperrte Straßen, plötzlich geschlossene Grenzen. Sicherlich, es gibt gute Aktionen der Wirtschaft, der Politik, um die  Auswirkungen auf Unternehmen abzufedern. Begrüßenswert! Ob sie ausreichen werden?  Diese Frage wird uns sicher noch eine ganze Weile beschäftigen. Denn kein Politiker, kein Wirtschaftsweiser wird sich hinstellen und sagen: Am Tag X ist unser Leben plötzlich wieder normal. Es wird ein langer Weg bis dahin.

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