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Kommentar: Im sicheren Hafen

SZ-Redakteur Christoph Springer hofft, dass die Irrfahrt der Weißen Flotte auf der Elbe mit dem neuen Eigentümer endlich zu Ende ist.

© dpa/Kahnert, SZ

Eine Ikone, Respekt vor der Historie, Impulse geben, aber die Musik spielt in Dresden. So spricht der neue Eigentümer der Dresdner Dampfer über die Schiffe und ihre Zukunft auf der Elbe. Robert Straubhaar ist seit Dienstag Chef der Flotte. Sie gehört jetzt zu einem Unternehmen, das im vergangenen Jahr fast eine Viertelmilliarde Euro Umsatz gemacht hat. Es sei das „führende europäische Unternehmen im Bereich Binnenschifffahrt“, heißt es in einer Eigendarstellung. 

Straubhaars Firma steuert den Betrieb unter anderem auf Kreuzfahrtschiffen auf den großen deutschen Flüssen, außerdem die Ausflugsschiffe der Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrt. Ganz sicher ist die Firma aus Basel ein Schwergewicht und Straubhaar, der sie gegründet und groß gemacht hat, ein sehr erfolgreicher Geschäftsmann.

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Trotzdem wirkt der 58-Jährige bescheiden, wenn er aufsteht und auf Journalistenfragen antwortet. Sein Schweizer Akzent macht seine Worte freundlich, schafft Nähe und ist verbindlich. Es fällt schwer, den Baseler Geschäftsmann zu erkennen, der mit viel Arbeit und seinem Team ein millionenschweres Unternehmen aufgebaut hat.

Zu diesem Unternehmen gehört nun auch die Dresdner Dampferflotte, die neun historischen Schiffe, die gemeinhin als älteste und größte Raddampferflotte der Welt gelten. Sie nennt Straubhaar eine „Ikone“. Und sie sollen weiter das Bild auf der Elbe prägen, sagt der neue Eigentümer. Diese Nachricht klingt gut für die Sachsen, die sich Sorgen gemacht haben um die Flotte, die den Verkauf von Dampfern oder gar das komplette Aus befürchtet haben.

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Straubhaar sagt auch, was er kann und was er nicht kann. Schifffahrt kann er. Niedrigwasser und Elbe auch, sagt der Schweizer, denn mehrere Kreuzfahrtschiffe steuert seine Firma auch nach Dresden. Dampfer kann sie bisher nicht. Dafür braucht sie die Männer und Frauen der Dresdner Flotte und vom Gastro-Unternehmen Elbezeit. Fachleute von der Elbe für ein erfolgreiches Unternehmen mit Fachleuten für andere Flüsse. Diese Konstellation macht Hoffnung. Hoffnung darauf, dass die Irrfahrt der Flotte zu Ende ist und die Dampfer nun in einem sicheren Hafen angekommen sind.

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