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Kommentar: Intakte Dächer sind das A und O

Ingo Kramer über die Probleme mit maroden Denkmalen in Görlitz.

© Christian Suhrbier

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Görlitz diskutiert Abriss von Denkmalen

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Bürgermeister Wieler fordert eine grundsätzliche Strategie zu Sicherung oder Abriss. Das geht nicht ohne den Freistaat.

Die Zeiten haben sich geändert: Fast 30 Jahre nach der Wende sind viele Häuser, vor allem in der Innenstadt, so kaputt, dass sie demnächst einstürzen werden, wenn niemand etwas unternimmt. Absperrungen wie zuletzt an der Bismarckstraße wird es dann häufiger geben – sehr zum (verständlichen) Ärger von Anwohnern, Gewerbetreibenden und Autofahrern. Da hat Bürgermeister Michael Wieler schon recht, wenn er einen Blick aufs Gesamte fordert statt nur den Kampf ums Einzeldenkmal. Es sind einfach zu viele Einzeldenkmale, die inzwischen völlig marode sind. Dieser Blick aufs Gesamte darf aber nicht Abriss heißen und auch nicht Aufgabe des Denkmalschutzes. Die vielen schönen Fassaden sind ja gerade das, was Görlitz so besonders macht und Touristen herlockt. Jetzt plötzlich Glasfronten oder billige Plastefenster zu genehmigen, wäre der falsche Weg. Das würde das Gesamtbild zerstören und wäre auch ungerecht gegenüber allen, die in der Vergangenheit teuer saniert haben. Der Weg kann nur über eine zügige Sicherung sämtlicher Dächer führen. Wenn die dicht sind, ist die Gefahr fürs Erste gebannt. Hier muss die Stadt um die passende Förderung kämpfen.

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