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Kommentar: Künftig auf das Timing achten

Alexander Buchmann über die Finanzierung des Gemeindeamts-Ausbaus in Wachau.

© PB Schubert

Dass Baumaßnahmen teurer werden als gedacht, ist mittlerweile eher die Regel als die Ausnahme. Preissteigerungen von 20 Prozent werden bei den Planungen für Bauprojekte schon von vornherein eingeplant. Umso erstaunlicher ist es, dass die Angebote, die Wachau auf seine Ausschreibung erhalten hat, teilweise Zehntausende Euro unter der Kostenschätzung der Planer liegen. Bei der Heizungsinstallation sind es fast 38 000 Euro, bei der Sanitärinstallation knapp 20 000 Euro und bei der Lüftungsinstallation sogar rund 51 500 Euro. In Summe sind das bei den drei Aufträgen also fast 110 000 Euro weniger.

Wenn das wirklich nur daran liegt, dass die Gemeinde ihre Aufträge zur richtigen Zeit ausgeschrieben hat, sollte sich die Verwaltung diesen Zeitpunkt ganz dick im Kalender anstreichen und bei den nächsten Ausschreibungen wieder auf das richtige Timing achten.

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Kaum sind die ersten Meter zurückgelegt, ertönt lautstark diese Frage. Denn so schön das Wandern ist, ohne Picknick ist der Spaß nur halb so groß.

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Dass das nicht immer möglich ist und der Effekt verschwindet, sobald alle anderen die gleiche Idee haben, ist logisch. Trotzdem zeigt der aktuelle Fall, dass es sich für eine Gemeinde durchaus lohnen kann, ein Projekt zu verschieben, wenn die Preise beim ersten Mal zu hoch sind. In Zeiten, wo Kitas und Schulen dank Zuzugs und steigenden Geburtenzahlen aus allen Nähten platzen, findet man für das eingesparte Geld sicher eine andere Verwendung. Und nicht zuletzt handelt es sich immer noch um Steuergelder, von denen schon genug verschwendet werden.

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