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Krankenrettung muss bezahlt werden

Qualität hat ihren Preis, auch im Gesundheitswesen, findet SZ-Redakteur Frank-Uwe Michel. Mit Abzocke hat das nichts zu tun.

© René Meinig

Wer das eine will, muss das andere mögen. Oder präziser ausgedrückt: Wer Qualität möchte, muss sie auch bezahlen. Diese Weisheit trifft zweifellos auch auf das Rettungswesen zu, auch wenn es sonst nur verhältnismäßig wenig in der Öffentlichkeit steht. Es muss einfach funktionieren. Wenn es aber Nebengeräusche gibt, ist die Chance da, etwas zu ändern oder zu erkennen, warum das so ist. Warum also sind die Kosten für den Einsatz eines Rettungswagens so hoch? Für Außenstehende sicherlich unverhältnismäßig hoch.

Heraus kommt, dass die Kilometer - im aktuellen Fall gar nur 800 Meter - eigentlich nur Peanuts sind. So unbedeutend, dass der Kreis entschieden hat, sie nicht zusätzlich zu berechnen. Viel entscheidender ist, dass Material und Personal vorgehalten werden müssen. Und das in bester Qualität! Werden sie dann auf Tour geschickt, muss sich die Investition zumindest rechnen. Nicht unverhältnismäßig, sondern wirtschaftlich vernünftig und mit Bedacht. Der Gebührensatz für Rettungswagen setzt sich aus den jährlichen Kosten der Notfallrettung und den Einsatzzahlen im Jahr zusammen.

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Gesundheit ist kein billiges Gut. Sie kostet. Und das meistens viel. Doch wie ginge es hier gerechter? Natürlich könnte man noch jeden zurückgelegten Kilometer extra berechnen - wie das in anderen Landkreisen schon getan wird. Der große Wurf aber wäre das nicht. Ein paar Euro kämen hinzu, der Kostentreiber - die Qualität bei Material und Personal - aber würde bleiben. Und bei denen sparen? Dann gäbe es wieder anderen Ärger. Wenn nämlich der Einsatz zum Rohrkrepierer wird. So bleibt vor allem dies: Gesundheit hat halt ihren Preis!

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