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Kommentar: Mehr Respekt für Investoren

Claudia Schade über den Streit um den Elberadweg

Wie konnte es so weit kommen? Eine Investorin sieht ihre letzte Chance auf Aufmerksamkeit darin, ein Stück des Elberadwegs zu zerstören. Sie ist so verärgert, dass sie den beliebten Weg wegbaggern lassen will.

Man kann über Marina Garden denken, wie man möchte. Es gibt gute Argumente dafür, aber auch dagegen. Bei aller Diskussion und allem Hin und Her wegen der Stadtratswahl und daraus folgenden veränderten Mehrheitsverhältnissen aber ist eines unter den Tisch gefallen: der Respekt für die Investorin. So geht man nicht mit Geschäftspartnern um, schon gar nicht als Stadt. Wer Geschäfte machen will, muss verlässlich, vertrauenswürdig und lösungsorientiert handeln.

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Den Elberadweg wegzubaggern sei ihr einziges Mittel, sagt die Marina-Garden-Investorin. Sie fühlt sich hintergangen.

Wenn Frau Töberich nun die Zerstörung als letztes Mittel sieht, um endlich Gehör zu finden, hat die Stadt nicht nur in der Diskussion der letzten Monate etwas falsch gemacht. Verwaltung und Stadtrat haben die Investorin vielmehr über Jahre warten lassen und ihr stetig wechselnde Vorgaben gemacht, ohne dabei eine Entscheidung mit Bestand zu fällen. Von ähnlichen Erfahrungen berichten auch andere Investoren. Das provoziert Frust. Die Androhung des Wegbaggerns ist dennoch nicht der richtige Weg. Der Vollzug schon gar nicht. Es ist eine überzogene Reaktion. Damit verscherzt es sich die Investorin letztlich auch noch mit ihren Unterstützern.