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Kommentar: Mit Skepsis ist man auf der sicheren Seite

Anja Beutler über den Betrugsversuch bei Apothekern

Was geht es die Kunden an, wenn Apotheken Mahnbriefe erhalten, die scheinbar einen kriminellen Hintergrund haben? Ganz praktisch erst einmal nichts. Denn selbst, wenn die Kritik berechtigt gewesen wäre, hätte das für die Kunden keinerlei Folgen gehabt. Theoretisch geht es aber jeden eine ganze Menge an: Denn die Taktik, die hier genutzt wurde, um ans schnelle Geld zu kommen, taucht überall auf. Hier wird mit der Angst geschossen, sagte einer der Apotheker im Gespräch. Mit der Angst, dass man in einem neuen Metier etwas falsch gemacht haben könnte. Und mit der Angst, noch mehr zahlen zu müssen, wenn man nicht binnen kürzester Zeit reagiert und sein Geld überweist.

Und diese perfide Masche trifft man – gerade auch im Zusammenhang mit dem Internet – häufiger: Vor einigen Jahren wurden Privatleute gemahnt, weil sie auf Datentauschbörsen im Netz Musik, Filme und Computerspiele heruntergeladen hatten. Dabei sollten sie gegen Urheberrechte verstoßen haben. Auch Immobilienverwalter waren schon von einer Abmahnwelle betroffen. Hier waren neue gesetzliche Regelungen der Ansatzpunkt. Immer dann also, wenn etwas neu ist und damit noch viele Unsicherheiten kursieren, ist das die Chance von Tricksern. Und der Zeitpunkt, seine Skepsis wachzurütteln.

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