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Kommentar: Planwirtschaft im Klassenzimmer

Andreas Weller über die neuesten Schülerzahlen

© André Wirsig

Dass es an Dresdens Schulen eng ist und künftig noch mehr zusammengerückt werden muss, ist nicht neu. Alarmierend ist aber, dass bereits ab Herbst 113 Plätze für Gymnasiasten fehlen. Für die Behörden mag das eine rein rechnerische Größe sein. Irgendwo werden die Schüler noch ein Plätzchen finden.

Aber in Klassen, in denen grundsätzlich 28 Schüler unterrichtet werden, sind die Lernbedingungen alles andere als ideal. Zumal die Planung, die bis ins Jahr 2024 reicht, mit Unsicherheiten gespickt ist. Klar ist, die Schüler werden mehr. Ob die Häuser für sie in der geplanten Zeit fertig werden, ist unsicher. Bauvorhaben der Stadt haben immer wieder das Gegenteil gezeigt. Nach dem Planansatz dürfen auch keine Schüler eine Klasse wiederholen oder weitere Kinder in dem Alter nach Dresden ziehen.

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