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Kommentar: Solche Werte sind nichts Neues

Anja Beutler über die Statistik zu Ausfallstunden

Liebe Eltern, verlasst Euch nicht allein auf Zahlen! Vor allem nicht auf Einzelwerte, die Ausfallstunden in einem Schuljahr aufsummieren. Denn wichtig ist nicht allein die Zahl der ausfallenden Stunden, sondern der Schweregrad und die Dauer. Wenn Musik oder Kunst nicht in vollem Umfang gegeben werden, ist das misslich, aber die daraus resultierenden Lernlücken sind zu verschmerzen. Denn: Wer in Mathe nicht richtig gelernt hat, Gleichungen umzustellen, der wird es in Chemie oder Physik doppelt schwer haben. Wem in Deutsch der Grammatikstoff fehlt, der tut sich beim Lernen einer Fremdsprache schwerer.

Jedes Jahr stehen die hohen Ausfallquoten in der Kritik. Zu Recht – denn jede Ausfallstunde ist eine zu viel. Schaut man aber mehr als zehn Jahre zurück, reibt man sich verwundert die Augen: Auch für das Schuljahr 2004/5 stehen Ausfallquoten in ähnlicher Höhe zu Buche. Die Oberschule in Bernstadt lag schon damals bei rund 5 Prozent, das Weise-Gymnasium in Zittau verbuchte 3,6 Prozent, das damalige Schlieben-Gymnasium 6,5 Prozent.

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Ist die Situation also nur gefühlt schlimmer geworden? Jain. So zu tun, als ob jedes neue Jahr alle Negativrekorde bricht, trifft es sicher nicht. Aber Lehrermangel und überalterte Kollegien lassen mehr und mehr den Spielraum schrumpfen. Wenn nicht bald die richtigen Mittel gefunden werden, wird es noch deutlich mehr Probleme geben. Garantiert.