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Kommentar: Sozialmissbrauch als Problem benennen

Daniela Pfeiffer über Polen-Zuzug und schwarze Schafe.

© Matthias Weber

Ein heißes Eisen ist es, das man da anfasst: Kritik im Zusammenhang mit dem anhaltenden Zuzug aus Polen zu üben. Der in der Tat die Stadt und auch das Umland bereichert. Es dürfte niemanden mehr geben, der nicht schon mal von einem polnischen Arzt behandelt wurde, dessen Kind kein polnisches in der Kitagruppe hat oder der mit polnischen Kollegen zusammenarbeitet. Das ist gut und schön und wurde endlich auch Zeit. Das heißt aber nicht, dass beruhigt die Augen geschlossen und übersehen werden kann, dass dieser Zuzug auch Probleme mit sich bringt – durch Menschen, die das großzügige deutsche Sozialsystem missbrauchen, während andere täglich früh aufstehen und sich den ganzen Tag abrackern, um ehrlich verdientes Geld mit nach Hause zu bringen.

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Wenn die Bevölkerung hier offenkundigen Missbrauch sieht – der natürlich nicht nur von Polen, sondern gleichwohl auch von Deutschen betrieben wird – und das thematisieren möchte, sollte eine Verwaltung dem offen gegenüberstehen. Zumindest bekam das Rathaus bereits entsprechende, kritische Fragen von mindestens einem Bürger zu diesem Thema, die allerdings unbeantwortet blieben. Auch im Stadtrat wurde das Thema jüngst eher schnell abgehandelt, sodass der Eindruck entstand: Entweder ist wirklich alles in bester Ordnung und niemand würde auf die Idee kommen, unehrlicherweise deutsches Kindergeld zu kassieren. Oder aber das Rathaus ignoriert hier Probleme, vielleicht auch, weil es nicht so leicht ist, sie anzufassen?

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