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Görlitz

Es braucht mehr als den Blick aufs Kaufhaus

Verwaltung und Händler werden am Demianiplatz sowieso handeln müssen. Warum sich davor scheuen, fragt Redakteurin Susanne Sodan.

© nikolaischmidt.de

Ganz fair den Händlern gegenüber ist das nicht. Denn sie waren es eigentlich, die wegen des Demianiplatzes Alarm geschlagen, nach der dm-Schließung im Januar ihre Sorgen geäußert haben. Und natürlich auch die Hoffnung hatten, dass sie Unterstützung bekommen, sich was tut. Nachdem der "Schwarze Peter" – wer muss aktiv werden – jetzt einmal die Runde gemacht hat, haben ihn die Händler wieder in der Hand.

An sich ist eine solche Stadtkonferenz keine schlechte Idee. Es gibt Studien zum Innenstadthandel, aber meist sind deren Ergebnisse veraltet. Neue Überlegungen wären sinnvoll. Aber nicht leicht. Man hat das gemerkt, als die SZ alle Stadtratsparteien zu ihren Vorschlägen für den Demianiplatz befragte.

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Schwerpunkte wurden sichtbar: Verkehr oder mehr Fußgängerzone? Mehr Platz zum Parken oder für Bus und Bahn? Die große Hoffnung aufs Kaufhaus wurde einmal mehr sehr deutlich. Auch Probleme, wie schwierige Eigentümerverhältnisse bei Gebäuden. Aber wirklich Konkretes?

Das aber würde eine solche Stadtkonferenz verlangen. Eine konkrete Fragestellung und Antworten, zumindest Ideen, über die man sich auseinandersetzt. Letztendlich dann auch Umsetzungen. Klar ist, dass dazu auch die Händler beitragen, auch von ihnen Ideen kommen müssen. Auch klar, dass niemand begeistert ‚Hier‘ schreit, wenn es um ein solch mühsames Thema wie Innenstadthandel geht.

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Mit manchen Faktoren, die kommunal schwer zu beeinflussen sind. Manches aber lässt sich ändern – muss sogar besprochen werden. Zum Beispiel wie der Demianiplatz für den barrierefreien Bus- und Bahnverkehr verändert werden muss. Warum also nicht den Schwung der Stunde nutzen? Nur aufs Kaufhaus zu setzen, könnte auch nach hinten losgehen, weil die Schwierigkeiten für den Handel in der Innenstadt nicht nur dort begründet sind. 

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