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Kommentar: Tonnenweise Chaos

Andreas Weller über das Müllproblem der Verwaltung

© André Wirsig

Die Stadtverwaltung ist kein Unternehmen. Das hat sie bei der blauen Tonne mal wieder bewiesen. Viel zu spät ist die Verwaltung auf die Idee gekommen, am steigenden Altpapierpreis mitverdienen zu wollen. Drei Jahre nachdem sie im Geschäft ist, macht sie Miese.

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Was war das für eine Hauruck-Aktion, als die Stadt irgendwann im Jahr 2011 erkannt hatte, dass man mit Papier Geld machen kann. Da hatten die privaten Entsorger über lange Zeit Geld damit verdient. Weil die Stadt aber die Stadt ist, versuchte sie dann die Privaten rauszuklagen. Mit enormem Aufwand bugsierte sie die Dresdner mit der Einführung Anfang 2012 ins Altpapierchaos. Die kommunalen blauen Tonnen standen noch nicht, da waren die Container schon dicht, niemand wusste, wohin mit dem Müll. Alles wurde damit begründet, der Gewinn am Papier halte die Müllkosten insgesamt stabil. Im ersten Jahr machte die Stadt 200 000 Euro Gewinn und 2014 ein Minus von 100 000 Euro. Das falle aber bei 13 Millionen Euro für den Müll insgesamt nicht ins Gewicht, sagt die Verwaltung. Der Aufwand und das Chaos aber schon. Der Aktionismus ist für die Bürger kaum zu verstehen.

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