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Kommentar: Verfahren ist völlig praxisfern

Catharina Karlshaus über das Auslaufen des Förderprojektes

Wenn es schlecht läuft, kommt es nun genauso, wie besorgte Pädagogen und Sozialarbeiter bereits im Dezember prognostiziert hatten. Völlig unverhofft ereilte sie damals die Nachricht, dass ein Projekt zur Förderung von Schülern ausläuft. Während die Eltern der Jugendlichen – die durch die zusätzliche Zuwendung immerhin ihren Schulabschluss erreichen sollen – völlig allein gelassen werden, standen die qualifizierten Fachkräfte plötzlich ohne Job da.

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Eine ausgedehnte Fahrradtour ist fabelhaft – wenn sie gut vorbereitet ist.

Schon damals wiesen die betroffenen Schulen den Vorwurf des Sozialministeriums vehement zurück, sie hätten die Anträge auf Projektverlängerung falsch gestellt. Zumeist Formfehler seien es gewesen, sagte der Freistaat. Komisch nur daran ist, dass die Schulen die gleichen Anträge eingereicht hatten, die ihnen zuvor einen erfolgreichen Bescheid beschert hatten. Und makaber ist darüber hinaus, dass Einrichtung A bewilligt worden ist, während Schule B für eine nahezu identische Begründung ihres Vorhabens plötzlich aus dem Rennen war.

Leidtragende der praxisfernen Verfahrensweise sind nun die Schüler und ihre Eltern. Für sie wäre eine Fortsetzung des Projektes dringend notwendig gewesen. Bleibt zu hoffen, dass es vielleicht doch noch eine zeitnahe Lösung zu Beginn des zweiten Schulhalbjahres gibt.

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