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Eine vernünftige Entscheidung

SZ-Redakteur Ingo Kramer kommentiert die Diskussion im Stadtrat über die Zukunft des Görlitzer Wochenmarktes - und nennt vier Gründe, warum es gut ist.

© Nikolai Schmidt

Leicht hatten es die Stadträte am Donnerstagabend nicht. Viele Argumente rund um den Görlitzer Wochenmarkt galt es abzuwägen. Am Ende aber haben sie eine vernünftige Entscheidung getroffen. Und das aus mehreren Gründen.

Vier Gründe, warum es gut so ist

Erstens: Sie haben sich für Vielfalt ausgesprochen – und damit gegen den Vorschlag der Stadtverwaltung, die das Sortiment auf Obst, Gemüse und Gärtnerware begrenzen wollte. Das entspricht dem Willen der meisten Markthändler und -besucher und damit dem Willen der Görlitzer Wählerschaft. Der Stadtrat hat damit bewiesen, dass er nicht abgehoben ist, sondern auf die Bürger hört.

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Zweitens: Die Räte fordern ein, bei der künftigen Marktordnung mitzubestimmen. Sie wollen sichergehen, dass das, was am Ende im Ausschreibungstext steht, tatsächlich dem Mehrheitswillen entspricht. Das ist kein Misstrauen gegenüber der Verwaltung, sondern ein demokratischer Mitbestimmungsakt. Dafür sind die Stadträte gewählt.

Drittens: Sie haben dafür gesorgt, dass den jetzigen Betreibern gekündigt wird. Damit ist nun alles offen. Das kann nur gut sein für den Markt: Die alten Betreiber können eine gute Bewerbung abgeben und damit den Zuschlag erneut bekommen, aber alle anderen haben diese Chance ebenfalls. Das soll dafür sorgen, dass nicht der Langjährigste, sondern der beste Bewerber den Zuschlag erhält.

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Und schließlich viertens: Die Räte der anderen Fraktionen haben das ziemlich durchsichtige Spiel der AfD nicht mitgespielt. Der Partei ging es einzig darum, Fritz loszuwerden. Wer den Markt „abgesehen vom jetzigen Betreiber“ künftig betreibt, sei seiner Partei egal, erklärte Stadtrat Torsten Koschinka. Und fiel damit völlig zu Recht durch.

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