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Kommissarischer Leiter für den Bauhof

Noch immer fehlt der Beschluss zur Besetzung des Chefsessels im Bauhof. Der Neue darf dennoch schon mal Platz nehmen.

Nicht vor Mitte November fällt der endgültige Beschluss über die Neubesetzung des Leiterpostens im Ottendorfer Bauhof, der für das Amt ins Auge gefasste Bewerber darf dennoch schon einmal auf dem Chefsessel Platz nehmen. Nachdem sich der bisherige Ordnungsamtsmitarbeiter und ehrenamtliche Gemeindewehrleiter Rico Pfeiffer erfolgreich über eine interne Ausschreibung auf die Stelle beworben hatte, gab es zunächst Unklarheiten über dessen Einsortierung in die passende Lohngruppe. Die Gemeinderäte im Hauptausschuss – die dieser Stellenbesetzung ihre formale Zustimmung geben müssen – vertagten daraufhin die Entscheidung, wollen nun erst am 18. November abstimmen.

Doch weil ein führerloser Bauhof gerade jetzt, wo sich die Mitarbeiter auf den Winter vorbereiten müssen, aus Sicht der Gemeindeverwaltung nicht mehr arbeitsfähig sei, entschieden die Verantwortlichen im Rathaus, Rico Pfeiffer die Aufgabe für die nächsten Wochen zunächst kommissarisch und befristet zu übertragen. Sollten sich nun in den nächsten Tagen die Unstimmigkeiten wegen der Lohngruppe ausräumen lassen, dürfte der endgültigen Zustimmung zur Neubesetzung des Postens auch nichts mehr im Wege stehen. CDU-Gemeinderat Mirko Thomas, der mit seinen Bedenken zum Gehalt die Entscheidung ausgebremst und eine weitere Prüfung erreicht hatte, machte bereits deutlich, dass er den Kandidaten Rico Pfeiffer ansonsten für den Posten als Bauhofchef durchaus als sehr geeignet hält.

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Die Neubesetzung der Leiterstelle im Bauhof war nötig geworden, nachdem die Spitze der Gemeindeverwaltung im August den bisherigen Chef fristlos gefeuert hatte. Nach SZ-Informationen stehen gegen ihn Vorwürfe wegen der Mauschelei bei der Arbeitszeit im Raum. Zudem habe es eine generelle Unzufriedenheit gegeben, weil Aufgaben nicht wie gewünscht erledigt worden seien. Der geschasste Bauhofleiter hat inzwischen jedoch Klage gegen die Kündigung eingereicht. Inzwischen beschäftigt sich das Arbeitsgericht in Bautzen mit dem Fall. Eine Entscheidung werden die Richter jedoch nicht vor Ende November treffen.