merken
PLUS Kamenz

Kommt der Rettungsdienst zu spät?

Im Notfall geht um jede Minute. Einsatzfahrzeuge müssen schnell beim Patienten sein. Doch Baustellen sorgen für Verzögerungen - ein Beispiel aus Pulsnitz.

Bei Einsätzen des Rettungsdienstes kommt es auf jede Minute an. In Pulsnitz müssen sich die Fahrzeuge durch Baustellen quälen.
Bei Einsätzen des Rettungsdienstes kommt es auf jede Minute an. In Pulsnitz müssen sich die Fahrzeuge durch Baustellen quälen. © Symbolfoto: SZ-Archiv

Pulsnitz. Es muss schnell gehen, es muss besonders schnell gehen. Wenn ein Rettungsfahrzeug zu einem Patienten unterwegs ist, zählen häufig Minuten und manchmal sogar Sekunden. Mit Blaulicht und Alarmsignal rast das Auto des Rettungsdienstes zum Einsatzort, damit Arzt und Rettungskräfte  schnellstmöglich Hilfe leisten können. 

So ist es die Normalität, und so muss es sogar sein. Es gibt vorgeschriebene Zeiten, in welchem Zeitraum ein Einsatzfahrzeug am Ziel sein soll. Doch diese Zeiten können manchmal nicht eingehalten werden. Zum Beispiel dann, wenn Baustellen längere Wege erfordern oder wenn ein Abschnitt gar nicht passierbar ist. So geschehen Anfang der Woche in Pulsnitz.

Anzeige
Doppelt sparen beim Technikkauf
Doppelt sparen beim Technikkauf

Wer jetzt bei Media Markt in Dresden einkauft, kann bei beiden richtig sparen. Wie das geht? Bei der Aktion "Strom aus der Spardose"!

Am Dienstag wurde der Rettungsdienst in die Vollung gerufen, ein Bereich in der Stadt, um den es derzeit mehrere Baustellne gibt. Ganz speziell geht es in diesem Fall um eine Sperrung der Großröhrsdorfer Straße im Bereich "Zur Hufe" bis zur Waldstraße. Der Rettungsdienst kam nur mit Verspätung an.

Im Notfall durch die Baustelle

In den sozialen Netzwerken wurde der Fall heftig diskutiert. Kreisrat Maik Förster (CDU) erfuhr von dem Vorfall und schickte eine Anfrage ans Landratsamt. Aus dem Büro des Landrates bekam er eine Antwort, die Sächsische.de vorliegt. In dieser heißt es, dass bei der Anforderung des Rettungsdienstes im Notfall immer die Leitstelle entscheidet, welches Fahrzeug am schnellsten am Einsatzort sein kann. So war es auch am Dienstag. 

"Im Notfall fahren die Rettungsfahrzeuge bei möglicher Passierbarkeit auch durch die Baustelle. Das war am Dienstag leider nicht möglich, weil frisches Bitumen ausgebracht worden war", heißt es in dem Schreiben. So habe sich ein Umweg ergeben, der wenige Minuten zusätzliche Einsatzfahrt zur Folge hatte. "Die vorgeworfenen Verspätung beim Rettungseinsatz war mithin nur minimal." Ob das Betroffene beruhigt, bleibt fraglich.

Die Rettungsleitstelle, die die Noteinsätze organisiert, wird von Baumaßnahmen mit Vollsperrung informiert und kann so die Fahrzeuge entsprechend einsetzen.

Übrigens: Die Vollsperrung im Bereich Hufe und Waldstraße wurde bis zum 4. September verlängert.  Ursprünglich sollten die Arbeiten auf der Großröhrsdorfer Straße im genannten Bereich am Freitag beendet sein. 

Mit dem kostenlosen Newsletter „Kamenz kompakt“ starten Sie immer gut informiert in den Tag. Hier können Sie sich anmelden.

Mehr Nachrichten aus Bautzen lesen Sie hier.

Mehr Nachrichten aus Bischofswerda lesen Sie hier.

Mehr Nachrichten aus Kamenz lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Kamenz