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Kommt doch ein Bäcker in den Kiosk?

Das Reinigungsunternehmen Trisetau zieht sich zurück, denn die Stadt hat andere Pläne.

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Wildenhain. Sie hatten es sich schön vorgestellt: Ein Verkaufsraum mit Vermietungsfläche im Kiosk, nebenan im alten Gasthof sollten die Geräte lagern, ringsum hätte es Platz für die Fahrzeuge gegeben. Doch nun wird alles anders. Das Großenhainer Reinigungsunternehmen Trisetau, das Anfang März im alten Wartehallen-Kiosk an der Wildenhainer Hauptstraße eine Niederlassung eröffnen wollte, hat gestern in einem Gespräch mit der Stadtverwaltung von seiner schönen Idee Abstand genommen.

Das Reinigungsunternehmen, das als einzige Firma Interesse daran zeigte, hatte den Vertrag eigentlich so gut wie in der Tasche. „Er war schon zustande gekommen“, sagt Martin Trisetau. „Zwar nur mündlich, aber das ist ja genauso bindend.“ Kurz vor dem Unterzeichnungstermin hat die Stadtverwaltung das Gespräch gesucht. Denn, wie es heißt: „Der Ortschaftsrat von Wildenhain signalisierte das Interesse der Einwohner, weiterhin einen Bäcker im Dorf zu haben.“ Nach Ende der Ausschreibungsfrist hätten hiesige Bäcker „doch noch das Interesse zur Wiedereröffnung eines Backshops“ bekundet. „Wir haben daraufhin auf unser Recht verzichtet“, so Martin Trisetau. Schließlich wolle man nicht der Versorgung der Bevölkerung im Wege stehen. „Es hat keinen Sinn, wenn die Anwohner nicht mit dem Herzen dabei sind“, sagt er. Nun wird die Stadt das Objekt erneut ausschreiben. Bleibt zu hoffen, dass die Bäckerfirmen ihr Interesse nicht zwischenzeitlich verloren haben. Eine Erweiterung des Geschäftes ist für die junge Großenhainer Firma dennoch nicht vom Tisch. Madlen Hellbarth, Geschäftsführerin der Reinigungsfirma, resümiert: „Es ist schade, aber es lässt sich nicht ändern. Wir suchen nun nach einem neuen Standort.“ (sp)