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Kommunen müssen in Vorleistung gehen

SZ-Redakteurin Theresa Hellwig über das Leben und das Bauen auf dem Land.

© René Plaul

Es gehört deutlich mehr dazu, als nur ein paar neue, hübsche Wohnungen, um junge Leute auf das Land zu locken: schnelles Internet, Jobs, ein paar nette Bars und eine willkommene Stimmung in der Gegend. Sicher auch eine gute Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln an den Arbeitsort, denn dass jeder in der Nähe seiner Arbeitsstelle wohnt, ist schon lange nicht mehr so.

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Im Kreis Bautzen werde zu viel gebaut, hieß es vor Kurzem in einer Studie. Das sehen die Kommunen ganz anders.

Es gehört mehr dazu, die Dörfer zu beleben – und doch ist Wohnraum kein unwichtiger Faktor. Fehlen Wohnungen oder Baugebiete, um Träume zu verwirklichen, wird das wohl wenige motivieren, in eine Gegend zu ziehen. Am Ende führt die Diskussion um Neubau im ländlichen Raum zu einer Debatte, die erst vor Kurzem durch Hallenser Forscher aufflammte: Sollten kleine Dörfer aufgegeben werden? Sollte hier gespart werden, das Geld in die Städte fließen? Es bedeutet viel Arbeit, eine Gegend attraktiv zu halten – wenn das aber gewünscht ist, dann ist Aufgeben keine Lösung. Und genau das würde ein Baustopp im ländlichen Raum bedeuten. Vielmehr gilt es, ein Stück weit in Vorleistung zu gehen – zu investieren, Strukturen zu fördern. Dann wollen sicher mehr junge Leute raus auf’s Land ziehen. Das könnte am Ende auch die Städte entlasten, in denen der Wohnraummangel ein großes Problem ist.

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