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Großvermieter stellt über 20 Ziegen ein

Auf der Halbinsel am Berzdorfer See soll eine kleine Herde schwer zugängliche Bereiche abweiden. Das könnte am Ende helfen, Geld zu sparen.

Von Ingo Kramer
 3 Min.
Der neue Ziegenzaun steht auf der Halbinsel direkt am Rundweg um den Berzdorfer See.
Der neue Ziegenzaun steht auf der Halbinsel direkt am Rundweg um den Berzdorfer See. © Nikolai Schmidt

Den ersten Radfahrern ist der neue Zaun schon aufgefallen. Er entsteht in diesen Tagen auf der Halbinsel am Berzdorfer See, direkt am Rundweg und parallel zum Hafenbecken. Sofort kam bei den Freizeitsportlern die Frage auf, was hinter dem Zaun wohl gebaut wird. Ferienhäuschen? Ein Hotel? Ein Restaurant?

„Nichts von alledem“, sagt Jenny Thümmler vom städtischen Großvermieter Kommwohnen, dem die Halbinsel gehört: „Der Zaun ist für unsere kleine Ziegenherde, die wir angeschafft haben.“ Elf Ziegen sind schon auf der Halbinsel eingetroffen. Aktuell grasen sie im hinteren Teil nahe des Hafencafés. Später sollen es mal über 20 werden. „Ein Großteil davon kommt aber erst in den nächsten Wochen“, erklärt die Sprecherin.

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Tiere dienen als „Grünflächenpfleger“

Die Tiere werden als „Grünflächenpfleger“ auf der Halbinsel eingesetzt, um schwer zugängliche Bereiche abzuweiden. Am Ende könnten sie also helfen, Geld zu sparen: Wenn die Halbinsel nicht beweidet wird, sondern zuwächst, wird es eines Tages teuer, die Bäume und Sträucher wieder zu fällen. Nämlich dann, wenn die Halbinsel bebaut wird. Hinzu käme die Gefahr, dass vielleicht gar nicht mehr alles gerodet werden dürfte oder Ausgleichspflanzungen nötig wären.

Der Zaun sei mobil und temporär, er bekomme aber einen Unterkriechschutz als Vorsichtsmaßnahme gegen etwaige Wolfsbesuche. Dafür wird er sogar massiv einbetoniert: „Das würde sonst wohl nicht halten.“ Künftig werden die Ziegen zum Teil auch angepflockt an den entsprechenden Orten. „Wir arbeiten dabei mit dem Görlitzer Tierpark zusammen, der uns bei der Auswahl der Ziegen geholfen hat und die veterinärische Betreuung übernimmt“, berichtet Jenny Thümmler.

Kommwohnen arbeitet mit Tierpark zusammen

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Vor der Entscheidung für die Ziegen hatte Kommwohnen auch Kontakt mit dem Schäfer vom Berzdorfer See. Eine Kooperation sei aber nicht zustande gekommen: „Deswegen halten wir jetzt die Ziegen in Zusammenarbeit mit dem Tierpark.“ Wie oft Kommwohnen den massiv einbetonierten Zaun am Ende tatsächlich versetzen wird, werde die Zeit zeigen: „Wir sind ja jetzt erst am Anfang.“ Was die Ziegen fressen, wie oft das Unternehmen die kleine Herde entsprechend weiterziehen lässt und wie oft sie wo zur Graspflege gebraucht wird, stehe also noch nicht fest. Fakt aber ist: Die Tiere werden nur auf dem Kommwohnen-Areal am See eingesetzt.

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